Bitcoin beendete die Woche laut einem Bericht von Wintermute über 80.000 US-Dollar, nachdem die Kryptowährung stärker als erwartete Daten zum US-Arbeitsmarkt verarbeitet hatte. Die Entwicklung von Bitcoin übertraf die der meisten traditionellen Risikoanlagen, da der Markt über Spot-Exchange-Traded-Funds weiterhin Kapital anzog.
Bitcoin näherte sich Wintermute zufolge während der Woche mehrfach 82.000 US-Dollar. Starke Arbeitsmarktdaten ließen die Erwartungen für eine Zinserhöhung der US-Notenbank im September auf fast 60 % steigen, lösten nach Angaben des Unternehmens jedoch keinen anhaltenden Ausverkauf bei Kryptoanlagen aus.
Bitcoin testet wichtigen Widerstand
Wintermute bezeichnete 82.000 US-Dollar als das entscheidende Niveau, das Bitcoin überwinden müsse, um weiter zu steigen. Ein nachhaltiger Rückgang unter 72.000 US-Dollar wäre laut dem Unternehmen ein Grund, die aktuelle Markteinschätzung neu zu bewerten.
Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs blieben Wintermute zufolge eine wichtige Stütze. Die Fonds zogen während der Woche 987 Millionen US-Dollar an, verzeichneten damit die dritte Woche in Folge positive Zuflüsse und kamen in diesem Zeitraum auf kumulierte Zuflüsse von rund 3,8 Milliarden US-Dollar.
Die Zuflüsse in Ethereum-ETFs verlangsamten sich von 816 Millionen US-Dollar in der Vorwoche auf 215 Millionen US-Dollar.
Erholung bei Altcoins bleibt uneinheitlich
Die Erholung bei Altcoins blieb Wintermute zufolge begrenzt. Token aus den Bereichen Decentralized Finance und Layer 2 bewegten sich zwei Wochen lang überwiegend seitwärts, während DePIN- und KI-bezogene Token zulegten.
Das Unternehmen hob Uniswap und Arbitrum als einzelne Vermögenswerte hervor und erklärte, bei Token mit Bezug zum KI-Sektor habe sich eine separate Bewegung herausgebildet.
Das Ende der Gas-Subventionen auf Robinhood Chain Ende September werde einen weiteren Test für den Markt darstellen, so Wintermute. Das Unternehmen erwartet, dass die Änderung zeigen wird, ob die aktuelle Aktivität des Ökosystems nach Auslaufen der Anreize Bestand haben kann.
Rückgänge über Bitcoin-Zyklen hinweg verringern sich
Rund 340 Tage nach seinem Allzeithoch wurde Bitcoin Wintermute zufolge etwa 50 % unter seinem Höchststand gehandelt. Zu einem vergleichbaren Zeitpunkt der Bärenmärkte 2018 und 2022 hatte der Rückgang von Bitcoin mehr als 75 % betragen.
Die Tiefe der zyklischen Rückgänge von Bitcoin habe sich laut dem Unternehmen von etwa 83 % auf 77 % und anschließend auf 50 % verringert. Die frühere Beteiligung von ETFs und institutionellem Kapital könnte ein Grund für diese Veränderung sein, hieß es.
Wintermute verwies zudem auf eine Veränderung in der Struktur der Kapitalflüsse. Als sich der Aktienmarkt verlangsamte, seien einige Fonds in Kryptoanlagen umgeschichtet worden, so das Unternehmen, was darauf hindeute, dass die aktuelle Marktdynamik sowohl veränderte makroökonomische Erwartungen als auch eine Umschichtung von Kapital zwischen Anlageklassen widerspiegeln könnte.
Wintermute erklärte jedoch, es bleibe unklar, ob das Bitcoin-Tief im Juni den endgültigen Boden markiert habe.
Inflationsdaten und Fed-Sitzung im Fokus
Wintermute nannte die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex am 11. September sowie die Fed-Sitzung am 15. und 16. September als die nächsten wichtigen Ereignisse. Große Token-Unlocks in der zweiten Monatshälfte könnten den Kryptomarkt ebenfalls beeinflussen, hieß es.
Der Ausblick bleibe konstruktiv, solange Bitcoin wichtige Unterstützungsniveaus halte, so das Unternehmen. Ein nachhaltiger Durchbruch unter 72.000 US-Dollar in Verbindung mit einer erheblichen Verschlechterung der Spot-ETF-Zuflüsse würde Wintermute dazu veranlassen, dieses Szenario neu zu bewerten.
Analysten von CryptoQuant hatten zuvor die Chancen von Bitcoin bewertet, über 83.000 US-Dollar auszubrechen.
Quelle: HODL Press
