- Die USA verhängen Sanktionen gegen iranische Unternehmen, die Kryptowährungen für die maritime Versicherung nutzen.
- OFAC richtet sich gegen die Persian Gulf Marine Insurance Company und die Hormuz Safe Marine Services Authority.
- Acht Tanker und zugehörige Unternehmen wurden ebenfalls wegen ihrer Zugehörigkeit zur iranischen „Schattenflotte“ sanktioniert.
- Der Hormuz Safe Plattform ermöglicht Zahlungen in Bitcoin und anderen digitalen Währungen, um Sanktionen zu umgehen.
- Das Ziel der USA ist es, Iran daran zu hindern, internationale Schifffahrt für illegale Gewinne zu nutzen.
US-Sanktionen zielen auf iranischen Krypto-Dienst mit Bitcoin-Zahlungen
In einem strategischen Schritt gegen Irans innovative Nutzung von Kryptowährungen hat das US-Finanzministerium Sanktionen gegen zwei iranische Unternehmen angekündigt, die beschuldigt werden, Sanktionen durch kryptobasierte maritime Versicherungen zu umgehen. Die Hauptziele sind die Persian Gulf Marine Insurance Company (PGMIC) und die Hormuz Safe Marine Services Authority. Diese Entitäten sollen ein System entwickelt haben, das digitale maritime Versicherungen nutzt, bezahlt mit Kryptowährungen wie Bitcoin.
Der Aufstieg der Hormuz Safe Plattform
Im Mai 2026 führte Iran offiziell seine Hormuz Safe Plattform ein, die den Kauf von Pflichtversicherungen für die Schifffahrt mit Zahlungen in Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten ermöglichte. Diese Initiative war Teil eines breiteren Bestrebens Irans, Einnahmen zu generieren angesichts schwerwiegender wirtschaftlicher Herausforderungen, einschließlich dreistelliger Inflationsraten. Die Plattform sollte jährlich bis zu 10 Milliarden Dollar an Einkommen einbringen.
Bedenken und Maßnahmen von OFAC
Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) äußerte Bedenken, dass dieses Modell dem iranischen Regime zusätzliche Einnahmequellen sicherte, während westliche Sanktionen effektiv umgangen wurden. Die Maßnahmen von OFAC gingen über diese Unternehmen hinaus und umfassten acht Schifffahrtsfirmen und Tanker, die als Teil von Irans sogenannter „Schattenflotte“ identifiziert wurden. Diese Schiffe transportierten Berichten zufolge iranisches Öl trotz internationaler Beschränkungen.
Gezielte Unternehmen und Schiffe
Zu den sanktionierten Organisationen gehören Qi Hang Ship Management Limited, Marinova Freight Limited, Vast Mighty Limited, Ocean Tranquility Limited, Branch Saying International Trading Co Ltd, Confident Apex Limited, Billion Nexus Int’l Co Limited und Nevada Spirit Company Limited. Entsprechende Schiffe wie WELL SAIL, NATSUMI, CRYSTAL, NIRETA, YEHOPE, LILY, AL SALMI und BREEZE V wurden blockiert, da sie Millionen von Barrel iranischem Öl hauptsächlich nach China und in die VAE transportierten.
Auswirkungen auf den globalen Handel
Das US-Finanzministerium betonte, dass es Teheran nicht gestatten werde, den globalen Handel zu gefährden oder internationale Schifffahrtssysteme zur Finanzierung von Terrorismus oder aggressiven Regimen wie dem Islamischen Revolutionsgardekorps (IRGC) zu missbrauchen. Trotz dieser Maßnahmen, die mit diplomatischen Gesprächen zwischen Washington und Teheran zusammenfallen – einschließlich eines vorgeschlagenen zehn Tage langen Waffenstillstands über Katar – hat Iran nicht positiv reagiert.
Die Sanktionen umfassen das Einfrieren aller Vermögenswerte unter US-Jurisdiktion, die mit diesen Entitäten verbunden sind oder von amerikanischen Personen kontrolliert werden. Darüber hinaus ist es amerikanischen Unternehmen untersagt, Transaktionen mit ihnen zu tätigen, es sei denn, sie erhalten eine spezifische OFAC-Genehmigung.
Diese Entwicklung unterstreicht das komplexe Zusammenspiel zwischen Kryptowährungsinnovationen und geopolitischen Strategien und hebt potenzielle Schwachstellen innerhalb globaler Finanzsysteme hervor, wenn staatliche Akteure versuchen, traditionelle wirtschaftliche Beschränkungen zu umgehen.
