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- Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde (FSS) untersucht die Kryptowährungsbörse Bithumb nach einem Fehler, der über 620.000 BTC fälschlicherweise an Benutzer gutgeschrieben hat.
- Die Untersuchung konzentriert sich auf mögliche Verstöße gegen Prinzipien des Vermögensbesitzes und Sicherheitslücken im System.
- Bithumb hat Korrekturmaßnahmen ergriffen, darunter Upgrades zur Vermögensverifizierung, KI-Integration zur Überwachung von Transaktionen und einen Kundenschutzfonds.
- Der Vorfall hat Diskussionen über strengere regulatorische Maßnahmen für Kryptowährungsbörsen in Südkorea ausgelöst.
Südkoreanische Aufsichtsbehörde untersucht Bithumb nach fehlerhafter 620.000 BTC-Übertragung
Die globale Kryptowährungsgemeinschaft wurde kürzlich erschüttert, als die Finanzaufsichtsbehörde (FSS) Südkoreas eine umfassende Überprüfung der großen Kryptobörse Bithumb einleitete. Diese Maßnahme folgt auf einen bedeutenden Vorfall, bei dem mehr als 620.000 Bitcoins fälschlicherweise an Benutzer gutgeschrieben wurden – eine Zahl, die die tatsächlichen Reserven von Bithumb um das 13- bis 14-fache übersteigt. Laut lokalen Medienberichten hat dieser Fehler eine regulatorische Prüfung ausgelöst.
Details und Schwerpunkte der Untersuchung
Die FSS begann ihre gründliche Inspektion am 10. Februar, nachdem sie Bithumb zuvor benachrichtigt hatte. Dieser Schritt von einer anfänglichen Feldinspektion am 7. Februar unterstreicht die Schwere des Problems. Die Untersuchung konzentriert sich insbesondere auf Verstöße gegen das Prinzip des „tatsächlichen Besitzes von Vermögenswerten“. Gesetzlich müssen Börsen Reserven in Höhe der von Kunden gehaltenen virtuellen Vermögenswerte aufrechterhalten.
Darüber hinaus prüfen die Regulierungsbehörden, ob Transaktionen allein durch einen Mitarbeiter genehmigt werden konnten und bewerten die Wirksamkeit der Überwachungssysteme bei der Überprüfung von Vermögenssalden gegenüber Aufzeichnungen.
Überblick über den Vorfall
Am 6. Februar 2026 meldete Bithumb eine versehentliche Verteilung von Bitcoin im Wert von über 40 Milliarden Dollar während einer Werbeaktion, die Benutzer mit Baräquivalenten belohnen sollte. Anstelle eines Bonus von etwa 1,40 USD (2.000 koreanische Won) erhielten Gewinner fälschlicherweise mindestens 2.000 BTC.
Nachdem dieser Fehler entdeckt wurde, stoppte Bithumb den Handel und die Abhebungen für betroffene Konten für etwa eine halbe Stunde und konnte fast alle verteilten Vermögenswerte (99,7%) erfolgreich zurückfordern. Dies führte jedoch dazu, dass die Bitcoin-Preise um über 10% im Vergleich zu anderen Plattformen sanken.
Reaktionsmaßnahmen von Bithumb
In Reaktion auf diese Ereignisse kündigte Bithumb gemeinsame Anstrengungen mit den Regulierungsbehörden an, während mehrere Korrekturmaßnahmen umgesetzt wurden:
- Erweiterung der Prozesse zur Vermögensverifizierung bei Auszahlungen.
- Einführung von Genehmigungen auf zwei Ebenen für Vermögensoperationen.
- Integration von KI-Systemen zur kontinuierlichen Erkennung verdächtiger Transaktionen.
- Durchführung externer Audits durch internationale Cybersicherheitsunternehmen.
Betroffene Benutzer, die ihre Vermögenswerte während der Preisrückgänge verkauften, erhalten eine vollständige Entschädigung plus zehn Prozent zusätzlich als Wiedergutmachung; alle während dieses Zeitraums aktiven Kunden erhalten innerhalb einer Woche Kompensationsgutschriften in Höhe von bis zu zwanzigtausend Won.
Darüber hinaus kündigte Bithumb befristete Handelsgebührenbefreiungen für sieben Tage an und richtete einen dauerhaften „Kundenschutzfonds“ im Wert von etwa hundert Milliarden Won ein, um zukünftige Vorkommnisse ähnlicher Natur zu schützen. Ähnliche Probleme wie die, die Anfang des Jahres beim Upbit-Plattform aufgetreten waren und bei denen ein anomaler Anstieg der ZKSync-Token-Preise separate Untersuchungen der Regulierungsbehörden landesweit auslöste, sollen durch diese Initiativen verhindert werden.