Strategy-CEO Phong Le verteidigte in einem Interview mit Bloomberg Television die Bitcoin-Verkäufe des Unternehmens Anfang August 2026 und sagte, sie seien damals die richtige Entscheidung gewesen. Die Transaktionen halfen bei der Finanzierung von Dividendenzahlungen auf Vorzugsinstrumente und spiegelten nach Les Darstellung den zweiseitigen Ansatz von Strategy beim Kapitalmanagement wider.
Strategy, der größte Bitcoin-Halter unter Unternehmen, verkaufte Anfang August insgesamt 3.328 BTC zu einem durchschnittlichen Preis von etwas mehr als 64.000 US-Dollar, laut Saylor Tracker. Bitcoin stieg anschließend, doch Le sagte weiterhin, das Unternehmen habe den richtigen Trade gemacht.
„Wir treffen Bitcoin-Entscheidungen grundsätzlich nicht direkt auf Basis seines Preises. Was haben wir in den letzten zwei Monaten gemacht, während wir keinen Bitcoin gekauft haben? Wir haben unsere Bilanz gestärkt. […] Zu diesem Zeitpunkt war es der richtige Trade — Bitcoin zu verkaufen, um einen Teil der Dividendenzahlungen auf unsere Vorzugsinstrumente zu finanzieren. Und jetzt ist es der richtige Trade, MSTR mit einem Aufschlag zu verkaufen und diese Erlöse zum Kauf von Bitcoin zu verwenden.“
Strategy nimmt Bitcoin-Käufe wieder auf
Laut Saylor Tracker führte Strategy Anfang August zwei Bitcoin-Verkäufe über insgesamt 3.328 BTC durch. Die durchschnittlichen Verkaufspreise lagen bei 63.960 US-Dollar und 64.260 US-Dollar.
Ende August beendete das Unternehmen eine etwa zehnwöchige Kaufpause. Strategy fügte seinem Portfolio 4.603 BTC hinzu, zu einem durchschnittlichen Preis von 80.318 US-Dollar.
Saylor Tracker bezifferte den durchschnittlichen Bitcoin-Einstandspreis von Strategy insgesamt auf 75.678 US-Dollar. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde Bitcoin nach einem leichten Rückgang im Zuge des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten bei 76.500 US-Dollar gehandelt, wodurch das Portfolio des Unternehmens einen nicht realisierten Gewinn aufwies.
Le beschreibt zweiseitige Strategie
Auf die Frage, ob Strategy zu einem einseitigen Ansatz zurückkehren werde, der ausschließlich auf das Halten des Krypto-Assets ausgerichtet sei, antwortete Le:
„Nein, es ist eine zweiseitige Strategie. Es wird Zeiten geben, in denen es sinnvoll ist, Bitcoin zu verkaufen.“
Le ging zudem auf den Status von Strategy als operativem Unternehmen ein:
„Ein Unternehmen, das nur einen Vermögenswert akkumulieren kann, ist nicht wirklich ein vollwertiges operatives Unternehmen. Eine Organisation, die Bitcoin kaufen und verkaufen, eigene Aktien kaufen und verkaufen und mit Vorzugsinstrumenten arbeiten kann — das ist ein vollwertiges operatives Unternehmen mit zweiseitigem Kapitalmanagement. Genau diese Art von Unternehmen sind wir.“
Die Äußerungen beziehen sich vor allem auf den Streit über MSCI-Benchmarks. MSCI versucht erneut, Krypto-Treasury-Unternehmen aus seinen Indizes zu entfernen, während Strategy sich gegen diesen Schritt stellt.
Quelle: HODL Press
