- MSCI erwägt Änderungen in der Aufnahme von Unternehmen mit Krypto-Vermögenswerten in globale Indizes.
- Unternehmen wie Strategy, Metaplanet und SharpLink könnten von den Indizes ausgeschlossen werden.
- Die Konsultationsphase läuft bis zum 30. September, Ergebnisse werden bis zum 16. Oktober erwartet.
- Vorgeschlagene Änderungen zielen auf Unternehmen ab, die die Vermögensakkumulation über operative Geschäftstätigkeiten stellen.
MSCI Erwägt Ausschluss von Unternehmen mit Krypto-Vermögenswerten aus Globalen Indizes
In einem bedeutenden Schritt für den Kryptosektor hat MSCI angekündigt, seine Methodologie zur Aufnahme von Unternehmen in seine Global Investable Market Indexes (GIMI) zu ändern. Diese Änderung betrifft in erster Linie Unternehmen, die sich auf die Ansammlung von Investitionsvermögen konzentrieren, anstatt operative Geschäftstätigkeiten auszuführen. Der Vorschlag könnte dazu führen, dass bestimmte Unternehmen wie Strategy, Metaplanet und andere von diesen prominenten Indizes ausgeschlossen werden.
Der Konsultationsprozess und Zeitplan
Potenzielle Auswirkungen auf Unternehmen
Drei Unternehmen—Strategy, Yellow Cake und Metaplanet—laufen Gefahr, aus dem MSCI ACWI IMI Index ausgeschlossen zu werden. Unterdessen könnten Center Laboratories, Lydia Holding und SharpLink auf eine neue öffentliche Beobachtungsliste gesetzt werden. Diese Maßnahme deutet auf einen Wandel hin, wie MSCI nicht-operative Einheiten innerhalb seiner Indizes bewertet.
Die Vorgeschlagene Methodologie Erklärt
Die von MSCI vorgeschlagene Methodologie beinhaltet einen zweistufigen Screening-Prozess. Zunächst müssen Unternehmen einen Core-Screen bestehen, der verlangt, dass operative Vermögenswerte mehr als 50 % der Gesamtvermögenswerte ausmachen. Erfüllen sie diese Anforderung nicht, wird ein Ausschluss-Screen mit fünf finanziellen Indikatoren angewendet. Ein Unternehmen wird als ungeeignet für die Aufnahme angesehen, wenn es mindestens vier dieser fünf Kriterien erfüllt:
- Operative Vermögenswerte machen weniger als 20 % der Gesamtvermögenswerte aus.
- Die Betriebsausgaben liegen unter 5 % der Vermögenswerte.
- Der operative Cashflow ist negativ.
- Nicht-operative Änderungen des Fair Value überschreiten festgelegte Schwellenwerte.
- Das Unternehmen verlässt sich stark auf Kapitalbeschaffung zur Vermögensakkumulation.
Das letzte Kriterium ist besonders relevant für Unternehmen, die Kapitalbeschaffung zur Anschaffung von Krypto-Vermögenswerten nutzen.
Breitere Implikationen für Passive Investitionsströme
JPMorgan hat geschätzt, dass der Ausschluss von Strategy allein zu einem Abfluss von bis zu 8,8 Milliarden Dollar führen könnte. Befürworter von Digital Asset Treasury (DAT) warnen, dass breitere Ausschlüsse zu potenziellen Abflüssen zwischen 10 und 15 Milliarden Dollar führen könnten.
Diese Entwicklungen unterstreichen die laufenden Bemühungen von MSCI, seinen Ansatz gegenüber nicht-operativen Unternehmen, die in Kryptowährungsinvestitionen involviert sind, zu verfeinern. Obwohl noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde, sind die Auswirkungen sowohl für die beteiligten Unternehmen als auch für passive Investitionsströme in ihre Aktien erheblich.
Während Branchenbeteiligte weitere Ankündigungen nach Ende der Konsultationsphase am 30. September erwarten, sollten Marktteilnehmer aufmerksam bleiben, da sich diese regulatorischen Anpassungen entfalten—was potenziell die Ausrichtung von Krypto-Vermögenswerten mit globalen Finanzindizes neu gestalten könnte.
