US-Banken planen Zahlungsnetzwerk gegen Kryptowährungen

3 Min Read Tags:

  • Führende US-Banken erwägen den Erwerb von Fiservs Karten-Netzwerk, um regulatorische Beschränkungen zu umgehen.
  • Diese potenzielle Akquisition zielt darauf ab, die Beschränkungen der Debitkarten-Gebühren durch den Durbin-Amendment zu umgehen.
  • Ein solcher Schritt könnte den Banken helfen, ihre Position im Zahlungsverkehrsmarkt angesichts des Wettbewerbs durch Fintech und Kryptowährungen zu stärken.

US-Banken streben Übernahme eines Zahlungsnetzwerks angesichts von Krypto-Konkurrenz an

Um bestehende regulatorische Grenzen zu umgehen, erwägen mehrere führende US-Banken, darunter JPMorgan Chase, Bank of America, Wells Fargo und PNC Financial Services Group, den Erwerb von Fiservs Karten-Netzwerk. Diese potenzielle Akquisition wird vor allem durch das Ziel angetrieben, die von der Durbin-Amendment, Teil des Dodd-Frank-Gesetzes, auferlegten Bundesbeschränkungen für Debitkarten-Gebühren zu umgehen.

Strategischer Schritt gegen Fintech und Krypto

Das Interesse am Erwerb solcher Vermögenswerte hat sich nach der Übernahme von Discover Financial durch Capital One Financial für 50,6 Milliarden Dollar verstärkt. Diese Übernahme verschaffte Capital One ein eigenes Karten-Netzwerk, das direkte Händlerinteraktionen ermöglicht, ohne auf externe Infrastrukturen angewiesen zu sein.

Obwohl die Gespräche seit Monaten andauern, gibt es keine Garantien, dass ein Geschäft abgeschlossen wird, da potenzielle politische und regulatorische Risiken bestehen. Der Besitz eines Zahlungsnetzwerks könnte diese Banken jedoch von den derzeitigen Beschränkungen ausnehmen und möglicherweise ihre Einnahmen aus Interchange-Gebühren erhöhen.

Bewältigung regulatorischer Herausforderungen

Das Durbin-Amendment begrenzt die Debitkarten-Gebühren für Banken mit mehr als 10 Milliarden Dollar an Vermögenswerten, wenn Transaktionen über Drittanbieter-Netzwerke abgewickelt werden. Im Gegensatz dazu sind Banken mit eigenen Netzwerken von diesen Beschränkungen ausgenommen.

Banken argumentieren, dass diese Beschränkungen die Einnahmen reduziert haben, die zuvor zur Finanzierung kostenloser Konten und Prämienprogramme für Debitkarten verwendet wurden. Befürworter des aktuellen Gesetzes glauben, dass es hilft, die Kosten für Händler zu senken und die Verbraucherpreise zu kontrollieren.

Die breiteren Auswirkungen auf den Kryptomarkt

Diese Entwicklung zeigt, wie große Banken ihre Stellung im Zahlungssektor stärken wollen, angesichts der raschen Fortschritte von Fintech-Unternehmen und Kryptowährungsdiensten während der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Donald Trump.

In verwandten Nachrichten haben große Wall-Street-Banken Pläne angekündigt, ein Netzwerk von tokenisierten Einlagen einzuführen, angesichts der Bedrohungen durch Stablecoins.

Die Erkundung durch diese Finanzgiganten hebt einen wachsenden Trend hervor, bei dem traditionelle Bankinstitute innovative Strategien suchen, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber aufstrebenden digitalen Finanztechnologien zu wahren. Durch die potenzielle Übernahme von Fiservs Netzwerk streben sie nicht nur finanzielle Vorteile an, sondern passen sich auch proaktiv in einem sich entwickelnden wirtschaftlichen Umfeld an, das zunehmend von Kryptowährungsdynamiken dominiert wird—neue Möglichkeiten fördernd und gleichzeitig Risiken im Zusammenhang mit regulatorischen Compliance-Problemen, die heute auf globalen Märkten vorherrschen, mindernd.

TAGGED:
Anthropic modelliert drei US-Wirtschaftsszenarien bis 2030

Anthropic veröffentlichte ein Modell, das für die US-Wirtschaft bis 2030 je nach KI-Szenario stärkeres BIP-Wachstum, aber im Extremfall historisch hohe Arbeitslosigkeit und sinkende Einkommen wissensbasierter Beschäftigter prognostiziert.

6 Min Read
Robinhood-Chef sagt, Unternehmen können Tokenisierung ihrer Aktien nicht kontrollieren

Robinhood-CEO Vlad Tenev verteidigte im September 2026 Stock Tokens gegen Kritik von AMC-CEO Adam Aron, der die Einstellung AMC-gekoppelter Token und mögliche rechtliche sowie regulatorische Schritte forderte.

4 Min Read
Deutschland wird 2027 Steuervorschriften für Kryptowerte ändern, berichten Medien

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf vorbereitet, nach dem Gewinne aus ab 2027 erworbenen erfassten Krypto-Assets unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig würden.

4 Min Read
Vitalik Buterin: Rekursive STARKs könnten Ethereum-Transaktionskosten postquantenresistent und privat senken

Vitalik Buterin erläuterte am 9. September EIP-8288, einen Vorschlag zur Offchain-Aggregation von STARK-Proofs und Signaturen auf Mempool-Ebene, der laut ihm Kosten ohne EVM-Änderungen senken könnte.

6 Min Read
Bybit startet KI-Assistenten für Handel und Kontoverwaltung

Bybit hat mit Bybit AI einen Sprachassistenten in seiner App gestartet, der berechtigten Nutzern nach Aktivierung über ein separates KI-Unterkonto Handels-, Kontoverwaltungs- und Kundensupportaufgaben per natürlicher Sprache ermöglicht.

3 Min Read