- Arthur Hayes, ehemaliger Leiter von BitMEX, analysiert den Fokus des US-Finanzministeriums auf Stablecoins und deren Potenzial, Billionen an Liquidität freizusetzen.
- Die Abhandlung beschreibt, wie die Senkung der Sicherheitenanforderungen und die Massenadoption von Stablecoins durch große Banken als verdecktes Instrument zur quantitativen Lockerung dienen können.
- Hayes prognostiziert, dass dieser Liquiditätszufluss ein ideales Umfeld schaffen wird, damit Bitcoin bis 2028 1 Million Dollar erreicht.
- Große TBTF-Banken könnten den Stablecoin-Markt dominieren und Fintech-Unternehmen wie Circle durch regulatorische Vorteile verdrängen.
Das Rätsel des US-Finanzministeriums
In seinem neuesten Essay untersucht Arthur Hayes, ehemaliger CEO von BitMEX, warum sich das US-Finanzministerium unter der Leitung von Scott Bessent Stablecoins zuwendet. Dieser strategische Schritt wird als Tor gesehen, um Billionen von Dollar an Liquidität zu nutzen, die darauf abzielt, die Staatsschulden zu absorbieren.
Hayes zeigt auf, wie die Reduzierung der Sicherheitenanforderungen und das Stoppen von Reservezahlungen es großen amerikanischen Banken ermöglichen wird, Stablecoins als Instrumente für verdeckte quantitative Lockerung zu nutzen. Diese Entwicklung könnte potenziell Fintech-Unternehmen wie Circle aus dem Markt drängen.
Die Rolle von Stablecoins in den Finanzmärkten
Investoren rufen mit Inbrunst „Stablecoin“ nach Bessents Aussage, wie sich diese digitalen Vermögenswerte bis zum Ende des Jahrzehnts zu einem Markt von 3,7 Billionen Dollar entwickeln könnten. Ein florierendes Ökosystem würde die Nachfrage des privaten Sektors nach US-Staatsanleihen antreiben, die diese Stablecoins untermauern.
Nach seinem Börsengang stieg Circles Bewertung auf fast 45 % der Kapitalisierung von Coinbase, obwohl es die Hälfte seines Zinseinkommens mit Krypto-Börsen für die Verteilung teilt.
Versteckter Hebel: Stablecoin-Förderband
Laut Hayes treiben zwei grundlegende Annahmen seine Analyse an:
- Staatspapiere könnten eine vollständige oder teilweise Befreiung von den Verschuldungsnormen erhalten.
- Banken sind gewinnorientierte Unternehmen, die bestrebt sind, Renditen zu maximieren und Verluste zu minimieren.
Diese Faktoren könnten bis zu 6,8 Billionen Dollar an Kaufkraft freisetzen, indem bank-emittierte Token in Richtung Schatzwechsel geleitet werden, die schließlich in Fiat-Systeme reintegriert werden, die breitere Märkte unterstützen.
Die Dominanz der Banken über Fintechs
Während Investoren Unternehmen wie Circle im Blick haben, besitzen TBTF-Banken erhebliche Vorteile bei der effektiven Implementierung von Stablecoins innerhalb von regulatorischen Rahmenbedingungen, die traditionelle Finanzinstitute gegenüber Fintech-Konkurrenten begünstigen.
Hayes schlägt vor, dass gesetzgeberische Maßnahmen wie der GENIUS Act Technologieunternehmen einschränken würden, unabhängig Token ohne Zusammenarbeit mit etablierten Banken oder Finanztechnologien zu starten — was die Vormachtstellung der Banken in diesem aufkommenden Bereich effektiv festigen würde.
Ein strategischer Wandel: Freisetzung von Reserven
Der strategische Fokus auf Stablecoins könnte zu einem Paradigmenwechsel in der Art und Weise führen, wie Reserven freigesetzt und genutzt werden, um die Liquidität in den Finanzmärkten zu erhöhen.
