- Circle steht unter Kritik, da das Unternehmen angeblich Opfer von Krypto-Betrug trotz gerichtlicher Anordnungen nicht unterstützt.
- Das Unternehmen wird beschuldigt, eine gerichtliche Anordnung zur Rückgabe gestohlener USDC nicht befolgt zu haben und verweist auf technische Einschränkungen.
- Diskussionen zwischen Circle und US-Bundesstaatsanwälten über einen neuen Entschädigungsmechanismus für Betrugsopfer sind im Gange.
Circle wegen Verweigerung der Rückgabe gestohlener USDC an Betrugsopfer beschuldigt
Der Stablecoin-Emittent Circle wird genau unter die Lupe genommen, nachdem Strafverfolgungsbehörden aus Wisconsin und New York das Unternehmen beschuldigt haben, nicht bei der Rückgabe gestohlener Gelder an Opfer von Krypto-Betrügereien zu kooperieren, trotz rechtlicher Entscheidungen. Laut einer Untersuchung des ICIJ haben Staatsanwälte in Wisconsin eine Strafanzeige gegen Circle eingereicht, weil das Unternehmen angeblich eine gerichtliche Anordnung zur Rückgabe gestohlener USDC nicht befolgt hat.
Rechtliche Herausforderungen und Vorwürfe
Der Streit dreht sich um einen Vorfall, bei dem ein Einwohner des Walworth County Opfer eines romantischen Krypto-Betrugs wurde. Der Betrüger überzeugte das Opfer, seine Ersparnisse in USDC umzuwandeln und an eine betrügerische Investitionsplattform zu übertragen. Im August 2025 ordnete ein Gericht an, dass Circle etwa 381.000 USDC einfriert, was das Unternehmen auch tat. Als jedoch ein weiterer Beschluss im Dezember verlangte, dass Circle die eingefrorenen Tokens annulliert und eine gleichwertige Menge neuer USDC für die Wallet des Sheriffs ausgibt, behauptete Circle, dass dies technisch nicht möglich sei.
In der Folge warfen Staatsanwälte Circle vor, die gerichtliche Anordnung „willentlich nicht ausgeführt oder sich widersetzt“ zu haben. Während Circle diese Anschuldigungen als unbegründet zurückwies, stellten sie Wisconsins Zuständigkeit in solchen Angelegenheiten in Frage.
Technische Einschränkungen und Branchenvergleiche
Trotz Circles Behauptungen über technische Beschränkungen deuten Experten wie Joshua Cooper-Duckett von Cryptoforensic Investigators darauf hin, dass die Aktualisierung von Smart Contracts möglicherweise die Einhaltung solcher Anordnungen ermöglichen könnte. Darüber hinaus helfen andere Stablecoin-Emittenten wie Tether Berichten zufolge proaktiver bei der Strafverfolgung, indem sie Vermögenswerte im Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten einfrieren und verbrannte Tokens neu ausgeben.
Mögliche Lösung und zukünftige Schritte
Wichtig ist, dass Gespräche zwischen Circle und US-Bundesstaatsanwälten über die Schaffung eines neuen Mechanismus zur Entschädigung von Betrugsopfern begonnen haben. Dieses vorgeschlagene System würde beinhalten, gestohlene Tokens dauerhaft einzufrieren und gleichzeitig neue gleichwertige Vermögenswerte für die betroffenen Parteien auszugeben.
Bedenken über Circles Reaktion sind nicht neu; zu den Vorwürfen gehören verzögerte Blockierungsmaßnahmen bei größeren Hacks seit 2022. Beispielsweise reichten Investoren nach dem Drift-Protocol-Hack im April 2026 eine Klage ein, in der sie Circle beschuldigten, nicht schnell genug etwa 230 Millionen USDC eingefroren zu haben, die über Inter-Chain-Protokolle von Solana nach Ethereum übertragen worden waren.
Im Wesentlichen, während die Navigation durch regulatorische Druckmittel und technologische Herausforderungen für Stablecoin-Emittenten wie Circle komplex bleibt, um Krypto-Assets vor den sich rasch entwickelnden Taktiken von Betrügern weltweit zu schützen, sind proaktive Maßnahmen zum Schutz der Nutzer heute von entscheidender Bedeutung im gesamten Kryptowährungsumfeld weltweit.
