- Malaysische Behörden haben in den letzten fünf Jahren über 14.000 illegale Bitcoin-Miner aufgedeckt.
- Diese Operationen haben Strom im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar gestohlen und Tenaga Nasional Berhad (TNB) stark beeinträchtigt.
- Die Regierung hat ein spezielles Komitee zur Bekämpfung illegaler Mining-Aktivitäten eingerichtet.
- Fortschrittliche Technologien wie Drohnen und Wärmesensoren werden eingesetzt, um diese illegalen Operationen zu erkennen.
- Illegales Mining wird aufgrund seines Ausmaßes und seiner Mobilität mit organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht.
Illegale Bitcoin-Miner verursachen über eine Milliarde Dollar Schaden am malaysischen Stromnetz in fünf Jahren
Mit dem Aufstieg der Kryptowährung steht Malaysia vor erheblichen Herausforderungen durch illegale Bitcoin-Mining-Operationen. In den letzten fünf Jahren haben die Behörden mehr als 14.000 illegale Miner identifiziert, die Strom im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar gestohlen haben. Dies hat das nationale Energieunternehmen Tenaga Nasional Berhad (TNB) schwer getroffen und zu erheblichen finanziellen Verlusten geführt.
Verstärkte Erkennungs- und Präventionsmaßnahmen
Um dieses Problem anzugehen, nutzen malaysische Beamte hochmoderne Technologien wie Drohnen und Wärmesensoren, um ungewöhnliche Stromverbrauchsmuster zu erkennen. Diese Bemühungen werden oft von örtlichen Bewohnern unterstützt, die verdächtige Aktivitäten melden. In einigen Fällen wurden Soundsysteme entdeckt, die Vogelgeräusche abspielen, um das Geräusch der Mining-Rigs zu überdecken.
Mobilität und Vorsicht der illegalen Miner
Illegale Miner in Malaysia zeichnen sich durch ihre Mobilität und Vorsicht aus. Sie verlagern ihre Operationen häufig zwischen leerstehenden Gewerbeflächen und verlassenen Immobilien. Um eine Entdeckung zu vermeiden, verwenden sie Isolationsschilde, Überwachungskameras und andere Schutzmaßnahmen.
Steigende Vorfälle bei Marktschwankungen
Da der Wert von Bitcoin weiterhin schwankt, gibt es einen Anstieg von Stromdiebstahlsfällen im Zusammenhang mit Mining-Aktivitäten. Allein bis Anfang Oktober dieses Jahres wurden etwa 3.000 neue Fälle gemeldet.
Eine koordinierte Regierungsreaktion
Als Reaktion darauf hat die malaysische Regierung im November ein zwischenbehördliches Komitee gebildet. Dieses Komitee umfasst Vertreter des Finanzministeriums, der Bank Negara Malaysia (der Zentralbank) und von TNB selbst. Der stellvertretende Minister Akmal Nasrullah Mohd Nasir betonte, dass unbefugtes Mining über den Diebstahl hinaus Risiken birgt; es bedroht die Integrität der Infrastruktur.
Obwohl Vorschriften legales Mining mit ordnungsgemäßen Netzanschlüssen und Steuerzahlungen erlauben, bleibt die Durchsetzung aufgrund der Marktschwankungen eine Herausforderung. Akmal äußerte Skepsis darüber, dass irgendeine legale Operation unter den aktuellen Bedingungen erfolgreich sein könnte.
Verdacht auf Beteiligung der organisierten Kriminalität
Die weitreichende Natur des illegalen Minings deutet auf eine Koordination durch organisierte kriminelle Syndikate hin, aufgrund ihrer strategischen Mobilität in verschiedenen Teilen Malaysias — ein Beispiel ist ein verlassenes Einkaufszentrum, das während der COVID-19-Lockdowns in eine groß angelegte Operation umgewandelt wurde.
Zuvor entdeckte Fälle umfassen sieben Personen, die 2024 wegen Stromdiebstahls für Mining-Zwecke verhaftet wurden; in der Folge zerstörten die Behörden fast tausend Rigs, die an diesen Aktivitäten beteiligt waren, nachdem seitdem vermehrt Diebstahlberichte eingegangen waren.
Der Gesamteinfluss auf die Kryptowährungsmärkte wird sich wahrscheinlich weiterhin mit den technologischen Fortschritten entwickeln, die darauf abzielen, solche illegalen Unternehmungen weltweit einzudämmen — was die anhaltende Notwendigkeit der Wachsamkeit angesichts des schnellen Wachstums der Branche heute hervorhebt!
