- Ukrainische Verluste von mindestens 10 Milliarden US-Dollar durch fehlende Krypto-Regulierung aufgedeckt.
- Telegram und „Drops“ als Hauptrisiken im ukrainischen Kryptomarkt identifiziert.
- Ohne angemessene Gesetze könnte die Ukraine zu einem Drehkreuz für die Geldwäsche russischer Gelder werden.
- Effiziente Aufsicht könnte bis zu 10 Milliarden US-Dollar für den ukrainischen Haushalt zurückgewinnen.
Ukraine Verzeichnet 10 Milliarden US-Dollar Verlust Aufgrund Fehlender Krypto-Regulierung
In einer aufrüttelnden Enthüllung hebt das Royal United Services Institute (RUSI) erhebliche finanzielle Folgen aufgrund der fehlenden Regulierung von Kryptowährungen in der Ukraine hervor. Der Bericht, der im August veröffentlicht wurde, unterstreicht die Notwendigkeit dringender gesetzgeberischer Maßnahmen, um weiteren wirtschaftlichen Schaden und potenziellen Missbrauch virtueller Vermögenswerte zu verhindern.
Verborgene Kosten Unregulierter Krypto-Aktivitäten
Laut RUSI hat die Ukraine Verluste in Höhe von mindestens 10 Milliarden US-Dollar erlitten, da eine effektive Kontrolle über ihren Kryptowährungsmarkt fehlt. Wichtige Risikofaktoren umfassen unkontrollierte Over-the-Counter (OTC)-Transaktionen und die Nutzung von Kryptowährungen zum Kauf sanktionierter Komponenten für das russische Militär. Zudem stellen Aktivitäten mit Geldkurieren – lokal als „Drops“ bekannt – eine erhebliche Bedrohung dar.
Der Bericht betont, dass diese Machenschaften der Ukraine monatlich etwa 24 Millionen US-Dollar kosten und Plattformen wie Telegram als beliebte Medien für illegale Krypto-Transaktionen hervorheben, insbesondere solche, die mit Drogenhandel verbunden sind.
Potenzielle Konsequenzen Ohne Robuste Gesetzgebung
Ohne geeignete regulatorische Rahmenbedingungen besteht die drohende Gefahr, dass die Ukraine zu einem Zufluchtsort für die Geldwäsche russischer Gelder wird. Dieses Szenario bedroht nicht nur die nationale Sicherheit, sondern schreckt auch legitime Start-ups durch übermäßige Besteuerung und Korruptionsprobleme ab.
Experten betonen die Wichtigkeit, den Zusammenhang zwischen Cyberkriminalität und illegaler Finanzierung anzuerkennen. Sie plädieren für die Einführung klarer Regeln zur Steuerung des Kryptosektors, um diese Risiken wirksam zu mindern.
Ein Weg Nach Vorn: Gesetzgeberische Bemühungen und Mehr
Trotz der Verabschiedung des Gesetzes über virtuelle Vermögenswerte im Jahr 2022 ist es aufgrund ungelöster steuerlicher Fragen inaktiv. Im April 2025 ging beim Parlament der Entwurf Nr. 10225-d ein, der die Lizenzierung von Krypto-Plattformen und die Festlegung von Anforderungen in Bezug auf Kapital, Transparenz, KYC-Standards und Meldeverfahren vorsieht. Ein bestimmter Regulator fehlt jedoch noch in diesem Rahmen.
Danil Hetmantsev, Leiter des parlamentarischen Komitees für Finanzen, Steuern und Zollpolitik, kündigte Pläne an, diese Gesetzgebung im September zu überprüfen. Experten warnen jedoch davor, länger zu warten; Maßnahmen sollten sofort beginnen, auch ohne abschließende Gesetzgebung.
„Gesetzgebung ist keine Voraussetzung, um zu reagieren“, schlussfolgert RUSI und drängt auf die Entwicklung öffentlich-privater Partnerschaften sowie den Einsatz privater Werkzeuge zur Erkennung und Eindämmung illegaler Aktivitäten.
Die Wirtschaftlichen Auswirkungen: Verpasste Chancen
Bereits zuvor berichtete das ukrainische Büro für Wirtschaftssicherheit von 2013-2023 über einen geschätzten Verlust von rund 3 Milliarden Hrywnja an Steuern allein durch von Einwohnern gegründete Krypto-Börsen. Der Ukraine Economic Outlook, in Auftrag gegeben von KUNA, zeigt erschreckende Zahlen – 48,8 Milliarden US-Dollar an direktem Einkommen gingen zusammen mit etwa 4 Milliarden US-Dollar an Steuereinnahmen zwischen 2016-2022 verloren, nur weil es bisher keine ordnungsgemäß umgesetzten Regelungen für Kryptos gibt!
Zusätzlich enthüllt durch Global Ledger Forschung, die speziell zur Unterstützung der Bemühungen des Ministeriums für digitale Transformation durchgeführt wurde, zeigt sich, wie viel mehr hätte eingenommen werden können, wenn nur Nutzer einer zentralisierten Börse besteuert worden wären, was je nach angewandten persönlichen Steuerabzügen über einen Zeitraum von vier Jahren zwischen ungefähr 1,31 – 6,53 Milliarden Hrywnja hätte resultieren können!
Abschließend: Mit entschlossenen Maßnahmen, die schnell die bestehenden Lücken in der ukrainischen regulatorischen Umgebung in Bezug auf Kryptowährungen angehen, sieht die Zukunft in der Tat vielversprechend hell aus!
