- Der Krypto-Markt steht vor einem möglichen Abschwung, so JPMorgan.
- Die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin- und Ethereum-Futures an der CME nimmt ab.
- Keine bedeutenden Krypto-Initiativen in den USA werden vor Ende 2025 erwartet.
- Diese nachlassende Nachfrage signalisiert potenzielle Risiken für den Kryptosektor.
JPMorgan: Schwäche der institutionellen Nachfrage bedroht den Krypto-Markt
Der Kryptowährungsmarkt könnte einem Abschwung entgegensehen, wie in einem kürzlich veröffentlichten Bericht von JPMorgan hervorgehoben wird. Das Hauptanliegen dreht sich um einen Rückgang des institutionellen Interesses an Bitcoin- und Ethereum-Futures, die an der Chicago Mercantile Exchange (CME) gehandelt werden. Diese Veränderung könnte eine herausfordernde Zeit für Kryptowährungen einläuten.
Dynamik des Futures-Marktes
Laut dem Bericht ist die gesamte Marktkapitalisierung von Kryptowährungen um 15% gesunken, von einem Allzeithoch von 3,72 Billionen Dollar am 17. Dezember 2024 auf etwa 3,17 Billionen Dollar. Dieser Rückgang deutet auf eine erhebliche Korrektur hin. Forscher vermuten, dass dieser Rückgang mit Bitcoin- und Ethereum-Futures zusammenhängt, die sich an der CME der „Backwardation“ nähern, bei der die Preise für Futures-Kontrakte unter die Spotpreise fallen – ein Szenario, das an Juni und Juli des letzten Jahres erinnert.
„Dies ist ein negatives Signal, das die schwache Nachfrage von institutionellen Investoren widerspiegelt, die regulierte CME-Futures-Kontrakte nutzen, um auf diese Kryptowährungen zuzugreifen,“ betonten die Analysten von JPMorgan.
Die Auswirkungen der institutionellen Nachfrage
Typischerweise, wenn die Nachfrage hoch ist, werden Bitcoin- und Ethereum-Futures mit einem Aufschlag gegenüber den Spotpreisen gehandelt, bekannt als „Contango.“ Dieser Aufschlag übersteigt oft 10% jährlich aufgrund hoher risikofreier Raten in den Kryptomärkten, bei denen Dollar-Investitionen zwischen 5% und 10% pro Jahr erbringen können.
Jedoch, wenn die Nachfrage nachlässt und die Preiserwartungen sinken, können Futures unter die Spotpreise fallen – vergleichbar mit Ereignissen aus Juni und Juli.
Faktoren, die den Rückgang beeinflussen
JPMorgan hat zwei Hauptfaktoren identifiziert, die zu einer schwächeren Nachfrage nach Bitcoin- und Ethereum-Futures an der CME beitragen:
1. Einige institutionelle Investoren könnten sich aufgrund fehlender sofortiger positiver Anreize auszahlen lassen.
2. Fonds, die Marktdynamiken verfolgen, wie Rohstoffhandelsberater, reduzieren Risiken – was die Nachfrage weiter mindert.
Analysten bemerkten auch, dass die Signale sowohl für die Dynamik von Bitcoin als auch von Ethereum in den letzten Monaten gesunken sind – letztere sogar negativ geworden.
Die breiteren Implikationen
Darüber hinaus sind bedeutende Kryptowährungsinitiativen der neuen US-Regierung bis Ende 2025 unwahrscheinlich. Diese Verzögerung lässt Investoren in Erwartungshaltung. Vorher gab es Spekulationen, dass mit Donald Trumps Präsidentschaft der Fokus auf die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen und kooperativer Regelungen im Zusammenhang mit Banken und der Speicherung von Kryptowährungen gerichtet würde.
Schließlich präsentierte auch CryptoQuant eine bärische Prognose für den Kryptomarkt basierend auf ihrer Analyse, die eine Anfangsphase von Abwärtstrends anzeigt, da Bitcoin-Positionen von Derivatebörsen zu Spotmärkten wechseln.
Die von JPMorgan bereitgestellten Einblicke unterstreichen kritische Schwächen innerhalb des Kryptowährungssektors, die durch Veränderungen im institutionellen Verhalten getrieben werden – ein Faktor, den jeder Investor in naher Zukunft genau beobachten sollte.
