- Die VAE haben das Bundesdekret-Gesetz Nr. (6) erlassen, das die Befugnisse der Zentralbank im Web3-Sektor erweitert.
- Das Gesetz betrifft Dienstleister, Softwareentwickler und Infrastruktur im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) und anderen Kryptosektoren.
- Unternehmen haben bis September 2026 Zeit, um die Lizenzanforderungen zu erfüllen, andernfalls drohen hohe Geldstrafen und mögliche strafrechtliche Anklagen.
- Bestimmte Aktivitäten im Zusammenhang mit virtuellen Vermögenswerten erfordern nun eine Lizenz der Regulierungsbehörde, wie in den Artikeln 61 und 62 des Dekrets festgelegt.
VAE Erweitern Befugnisse der Zentralbank im Web3-Sektor
In einem beispiellosen Schritt hat die Vereinigten Arabischen Emirate das Bundesdekret-Gesetz Nr. (6) eingeführt, das die Befugnisse ihrer Zentralbank erheblich über den aufstrebenden Web3-Bereich ausweitet. Diese Gesetzgebung markiert eine entscheidende Wende in der Steuerung von dezentralen Protokollen, Cross-Chain-Brücken, dezentralen Börsen (DEX), Stablecoins und Infrastrukturanbietern unter der finanziellen Aufsicht der VAE-Zentralbank.
Regulierungsrahmen: Wichtige Details
Das Dekret deckt ein breites Spektrum von Aktivitäten im Krypto-Ökosystem ab. Besonders hervorzuheben ist, dass Unternehmen, die Zahlungsdienste mit virtuellen Vermögenswerten anbieten oder an Einzelhandelszahlungen und digitaler Geldspeicherung beteiligt sind, bis September 2026 regulatorische Lizenzen erwerben müssen. Die Nichteinhaltung könnte zu Strafen von bis zu 1 Milliarde Dirham (272 Millionen US-Dollar) führen, zusammen mit möglichen strafrechtlichen Konsequenzen.
Die Artikel 61 und 62 beschreiben detailliert, welche Aktivitäten eine Lizenz erfordern. Dazu gehört die Organisation oder Förderung lizenzierter finanzieller Aktivitäten mit virtuellen Vermögenswerten. Wichtig ist, dass nicht-kustodiale Krypto-Wallets von diesen Regeln unberührt bleiben, jedoch könnte jeder Anbieter, der Zahlungs- oder Überweisungsdienste anbietet, dennoch eine Lizenz sichern müssen.
Reaktionen der Industrie und Expertenmeinungen
Die neuen Vorschriften haben innerhalb der Krypto-Community gemischte Reaktionen hervorgerufen. Einige Experten äußern Skepsis hinsichtlich eines möglichen Übergriffs. Mikko Ohtamaa von Trading Strategy argumentiert, dass dies als beispielloser Schritt zur Regulierung von Technologieanbietern selbst gesehen werden könnte, was möglicherweise Innovationen einschränkt. Selbst wenn eng interpretiert wird, um sich auf Zahlungen oder Stablecoins zu konzentrieren, ohne Bitcoin direkt zu umfassen, schlägt Ohtamaa vor, dass es alle kryptowährungsbezogenen Operationen weitreichend beeinflusst.
Er weist weiter darauf hin, dass, wenn Infrastrukturanbieter wie eigenständige Wallets oder RPC-Knoten der Regulierung unterliegen, öffentliche Blockchains ihren offenen Zugangscharakter verlieren könnten.
Breitere Auswirkungen auf Krypto-Märkte
Diese Gesetzgebung unterstreicht einen zunehmenden Trend unter globalen Behörden, mehr Kontrolle über sich schnell entwickelnde digitale Finanzlandschaften zu erlangen. Während einige dies als notwendig erachten, um die Marktstabilität zu gewährleisten und Verbraucher zu schützen, befürchten andere, dass es den technologischen Fortschritt ersticken und die datenschutzorientierten Merkmale, die in Blockchain-Technologien inhärent sind, einschränken könnte.
Insgesamt ist diese Entwicklung darauf ausgelegt, die Arbeitsweise von Kryptogeschäften innerhalb der VAE-Grenzen zu verändern und potenzielle Präzedenzfälle für internationale regulatorische Ansätze gegenüber Web3-Innovationen zu setzen. Während sich diese Änderungen bis zur vollständigen Durchsetzung der Frist Ende 2026 entfalten, müssen die Akteure in verschiedenen Sektoren ihre Strategien entsprechend anpassen, um sich in den sich verändernden Landschaften zurechtzufinden, die durch neue rechtliche Rahmenbedingungen für digitale Volkswirtschaften weltweit heute geformt werden!
