- Hacker nutzten eine Schwachstelle im veralteten Aztec Connect-Protokoll aus und stahlen über 2,1 Millionen US-Dollar.
- Der Vorfall unterstreicht weiterhin bestehende Sicherheitsbedenken in der DeFi-Branche, selbst bei eingestellten Protokollen.
- Die Aztec Foundation und Experten von CertiK untersuchen den Vorfall und betonen die Bedeutung robuster Sicherheitsmaßnahmen.
Hacker stehlen über 2 Millionen US-Dollar vom veralteten Aztec Connect-Protokoll
In einer erschütternden Enthüllung am 14. Juni 2026 gelang es Hackern, mehr als 2,1 Millionen US-Dollar aus dem obsoleten Aztec Connect-Protokoll im Ethereum-Netzwerk zu extrahieren. Dieser Vorfall verdeutlicht anhaltende Schwachstellen in dezentralen Finanzsystemen (DeFi), insbesondere bei solchen, die stillgelegt, aber weiterhin aktiv sind.
Eine ausgenutzte Schwachstelle
Der Angriff nutzte einen Fehler im Mechanismus zur Verifizierungsprüfung innerhalb von Aztec Connect aus. Bemerkenswert ist, dass dieses Protokoll bereits drei Jahre zuvor eingestellt wurde und seitdem keine aktive Verwaltung oder Updates von seinem Entwicklungsteam erhielt. Trotz seines ruhenden Zustands wurde es aufgrund seiner anhaltenden Präsenz auf der Blockchain zu einem Ziel.
Reaktion der Aztec Foundation
Der Angriff wurde umgehend von der Aztec Foundation und Sicherheitsexperten bei CertiK gemeldet. Die Stiftung stellte klar, dass keine Verbindungen zwischen diesem Exploit und den Smart Contracts im Zusammenhang mit dem AZTEC ERC20-Token oder dem aktuellen Aztec-Netzwerk bestehen. Sie hoben hervor, dass keine administrativen Schlüssel existieren, um das System zu pausieren oder zu aktualisieren, was die Sicherheitsherausforderungen für veraltete Protokolle verschärft.
Der Mechanismus des Angriffs
CertiK-Analysten waren die Ersten, die verdächtige Transaktionen entdeckten, die rund 2,19 Millionen US-Dollar von einem Aztec Connect Router-Vertrag abzogen. Das Problem entstand durch unvollständige Datenverifizierungsprozesse innerhalb der proofData-Komponenten, die für Token-Transfers verwendet werden. Dieses Versäumnis ermöglichte es Angreifern, Abhebevorgänge unbemerkt zu manipulieren.
Eine breitere Perspektive auf die DeFi-Sicherheit
Dieser Vorfall erinnert daran, dass selbst abgeschaltete Protokolle zu lukrativen Zielen für Cyberkriminelle werden können. Trotz eines Rückgangs der Verluste auf dem Kryptomarkt im Mai 2026 im Vergleich zu den Rekordverlusten von 635 Millionen US-Dollar im April durch Angriffe bleiben DeFi-Protokolle und Cross-Chain-Bridges aufgrund ihrer inhärenten Komplexität und oft unzureichender Aufsicht attraktive Ziele für Hacker.
Zusammenfassend weist dieser Sicherheitsverstoß nicht nur auf Schwächen in Altsystemen hin, sondern betont auch die dringende Notwendigkeit einer kontinuierlichen Wachsamkeit und Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen im gesamten Bereich der dezentralen Finanzen.