- FTX kündigt die dritte Auszahlung an Gläubiger an, mit einem Gesamtwert von 1,6 Milliarden US-Dollar.
- Die Auszahlungen beginnen am 30. September 2025 und werden über BitGo, Kraken und Payoneer abgewickelt.
- Die Entschädigungsdetails variieren je nach Anspruchstyp, wobei einige Gläubiger bis zu 120% ihrer Forderungen erhalten.
- Gläubiger müssen KYC-Prüfungen bestehen und Steuerformulare einreichen, um Zahlungen zu erhalten.
- Einige Jurisdiktionen, einschließlich der Ukraine, sind aufgrund rechtlicher Beschränkungen von den Auszahlungen ausgeschlossen.
FTX verteilt 1,6 Milliarden US-Dollar an Gläubiger in der dritten Ausgleichswelle
Die Kryptowährungsbörse FTX hat ihre dritte Ausgleichswelle für Gläubiger angekündigt, bei der etwa 1,6 Milliarden US-Dollar verteilt werden sollen. Diese bedeutende Entwicklung ist für den 30. September 2025 geplant. Die Verteilung erfolgt im Einklang mit dem Restrukturierungsplan von FTX im Rahmen des Chapter-11-Insolvenzverfahrens.
Auszahlungsprozess und Partner
Laut der Ankündigung von FTX und dem FTX Recovery Trust werden die Gelder über ausgewählte Partner wie BitGo, Kraken und Payoneer ausgezahlt. Gläubiger, deren Ansprüche unter die Convenience- und Non-Convenience-Klassen fallen, erhalten ihre Zahlungen, sobald alle vorherigen Verfahren erfolgreich abgeschlossen sind.
FTX versichert, dass Begünstigte mit dem Eingang ihrer Gelder von diesen Anbietern innerhalb von ein bis drei Werktagen nach dem Startdatum rechnen können.
Entschädigungsaufteilung nach Anspruchsklasse
In dieser Ausgleichswelle:
- Anspruchsklasse 5A (Dotcom-Kundenansprüche) erhält eine zusätzliche Verteilung von 6%, was zu einer kumulativen Entschädigung von 78% führt.
- Anspruchsklasse 5B (US-Kundenansprüche) erhält eine zusätzliche Auszahlung, die insgesamt 95% erreicht.
- Klasse 6A (Allgemeine ungesicherte Ansprüche) und 6B (Digital Asset Loan Claims) erhalten eine zusätzliche Verteilung von 24%, was insgesamt 85% ergibt.
- Klasse 7 (Convenience Claims) wird mit 120% voll ausgezahlt.
Um sich für diese Ausschüttungen zu qualifizieren, müssen Gläubiger KYC-Verifizierungsprozesse durchlaufen und die erforderlichen Steuerdokumente einreichen, während sie sich bei einem der ausgewählten Auszahlungsanbieter registrieren.
Jurisdiktionale Einschränkungen
Trotz dieses vielversprechenden Schrittes für viele beteiligte Parteien sind einige Regionen aufgrund lokaler regulatorischer Verbote für Krypto-Assets oder Einschränkungen, die auf Partnerplattformen auferlegt werden, ausgeschlossen. Insbesondere die Ukraine gehört zu den Jurisdiktionen, die gemäß den jüngsten Offenlegungen keine Entschädigungen erhalten können.
Fortdauernde rechtliche Herausforderungen
Inmitten dieser Entwicklungen bestehen weiterhin laufende rechtliche Auseinandersetzungen. Im August reichten FTX-Investoren eine Klage gegen die in Kalifornien ansässige Anwaltskanzlei Fenwick & West ein. Die Anschuldigungen behaupten, dass erhebliche Unterstützung bei der Erleichterung von Betrug innerhalb der FTX-Operationen geleistet wurde. Die Kläger argumentieren, dass juristische Fachleute tief in nahezu jeden betrieblichen Aspekt eingebunden waren und bei der Ausarbeitung von Plänen halfen, die den Interessen der Kunden schadeten.
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