- Andy Constan kritisiert die P/E-Vergleiche von Strategy mit Apple und NVIDIA.
- Er bezeichnet den Ansatz von Strategy als irreführend und einem Ponzi-Schema ähnlich.
- Strategy meldete im Q2 2025 nicht realisierte Gewinne von 14 Milliarden US-Dollar, steht jedoch vor Risiken durch Bitcoin-Preisschwankungen.
- Rechtliche Schritte gegen Strategy wegen angeblich irreführender Finanzstrategien wurden eingeleitet.
Experte kritisiert die Finanzvergleiche von Strategy
In der Welt der Kryptowährungen sind Transparenz und genaue Darstellungen von größter Bedeutung. Kürzlich äußerte Andy Constan, CEO und CIO von Damped Spring Advisors, starke Kritik daran, wie Strategy (ehemals MicroStrategy) sein P/E-Verhältnis mit dem von Technologieriesen wie Apple und NVIDIA vergleicht. In einer aktuellen Podcast-Episode von What Bitcoin Did bezeichnete Constan diese Vergleiche als „100% betrügerisch“.
Während der Präsentation der Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2025 verglich sich Strategy, bekannt als der weltweit größte börsennotierte Bitcoin-Inhaber, mit großen Akteuren wie Apple und NVIDIA. Constan argumentiert jedoch, dass diese Darstellung irreführend ist, da die Gewinne des Unternehmens nicht konsistent sind, sondern durch einmalige Wertsteigerungen der Bitcoin-Assets getrieben werden.
Das risikoreiche Geschäftsmodell von Strategy
Constan erläuterte seine Bedenken weiter, indem er das Geschäftsmodell von Strategy mit einem Ponzi-Schema verglich. Er wies darauf hin, dass das Unternehmen zahlreiche Vorzugsaktien ausgegeben hat, um Bitcoins zu kaufen, ohne einen tragfähigen Plan für Dividendenauszahlungen zu haben, es sei denn, es kommen neue Einnahmequellen aus zusätzlichen Aktienemissionen. Diese Struktur wirft Fragen zur Nachhaltigkeit auf.
Obwohl Strategy einen beeindruckenden nicht realisierten Gewinn von 14 Milliarden US-Dollar für das zweite Quartal 2025 bekanntgab, wobei die Einnahmen größtenteils aus Software und Produktunterstützung stammen (insgesamt 114,5 Millionen US-Dollar), könnte jeder Rückgang der Bitcoin-Preise seine finanzielle Lage drastisch beeinflussen.
Rechtliche Herausforderungen und breitere Marktimplikationen
Die Prüfung endet hier nicht. Eine Sammelklage, an der die Anwaltskanzlei Pomerantz LLP beteiligt ist, wurde gegen Strategy und seine Führungskräfte wegen angeblich falscher Aussagen zu den Einnahmen aus ihrer Bitcoin-zentrierten Strategie eingereicht. Trotz dieser Herausforderungen zeigte CEO Phong Le während eines vierteljährlichen Online-Meetings Vertrauen und schlug vor, dass nur fünf Unternehmen im S&P 500 niedrigere P/E-Verhältnisse als ihr Unternehmen aufweisen.
Solche Kontroversen lenken die Aufmerksamkeit auf wichtige Diskussionen innerhalb des Kryptomarktes über die Legitimität von Bewertungsmethoden im Vergleich zu traditionellen Investitionen. Wie Unternehmen ihre Kennzahlen präsentieren, kann die Wahrnehmung der Investoren erheblich beeinflussen – insbesondere, wenn Kryptowährungen eine hohe Volatilität aufweisen.
Eine Warnung für Krypto-Investoren
Während sich die Kryptomärkte weiterhin unter schwankenden Trends entwickeln – hervorgehoben durch wichtige Ereignisse wie den rekordverdächtigen 2,5-Milliarden-Dollar-Krypto-Börsengang im Juli – unterstreichen diese Debatten kritische Aspekte, die Investitionsstrategien heute mehr denn je prägen: Genauigkeit versus Wahrnehmung unter den Beteiligten, die sich in dieser dynamischen Landschaft zurechtfinden, wird zunehmend wichtig, wenn wir in unbekannte Gewässer vordringen, in denen Vertrautheit und Innovation auf globalen Finanzsystemen gleichermaßen aufeinandertreffen!
Solche Erkenntnisse erinnern Investoren daran, immer sorgfältig die zugrunde liegenden Grundlagen über oberflächliche Kennzahlen hinaus zu berücksichtigen, die in einer Branche präsentiert werden, die sich schnell verändert, aber mit unbekannten Risiken behaftet ist, die an jeder Ecke lauern und vielleicht erst zu spät erkannt werden…
