- Die Bank von England (BoE) hat ein Konsultationspapier veröffentlicht, das zukünftige regulatorische Rahmenbedingungen für systemische Stablecoins darlegt.
- Regulatorische Änderungen sollen 2026 in Kraft treten, mit anfänglichen Beschränkungen für Einzelpersonen und Unternehmen, die Stablecoins halten.
- Ausnahmen sind möglich für Einzelhandelsunternehmen und Krypto-Börsen, um Innovation und Marktreaktionsfähigkeit zu fördern.
- Die BoE strebt die Entwicklung eines „Multi-Währungs“-Systems an, das Stablecoins neben traditionellen Bankeinlagen integriert.
Einführung in die neue regulatorische Landschaft
Die Bank von England hat ihre vorgeschlagenen Vorschriften für systemische Stablecoins vorgestellt, wie in ihrem jüngsten Konsultationspapier dargelegt. Die Initiative konzentriert sich in erster Linie darauf, Vertrauen in neue Geldformen zu schaffen und gleichzeitig die finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Diese regulatorischen Maßnahmen sollen bis 2026 in Kraft treten und stellen einen bedeutenden Meilenstein bei der Integration von Kryptowährungen in formale Finanzsysteme dar.
Hauptmerkmale der vorgeschlagenen Vorschriften
Um Regulierung und Innovation in Einklang zu bringen, schlägt die BoE vor, Eigentumsbeschränkungen für Stablecoins einzuführen: Einzelpersonen dürfen bis zu £20.000 halten, während Unternehmen bis zu £10 Millionen besitzen können. Allerdings können in Anerkennung des Feedbacks von Markt und Stakeholdern Ausnahmen für Einzelhändler wie Supermärkte und Vermittler wie Krypto-Börsen gemacht werden, die eine breite Kundenbasis bedienen.
Vertrauen in digitale Vermögenswerte aufbauen
Andrew Bailey, Vorsitzender der BoE, betonte, dass Vertrauen entscheidend für die Aufrechterhaltung der finanziellen Stabilität sei. Er hob hervor, dass diese neuen Regeln darauf abzielen, dass digitale Vermögenswerte das gleiche Maß an Vertrauen wie traditionelles Geld genießen können. Der regulierte Einsatz von Stablecoins verspricht schnellere, günstigere und funktionalere Zahlungslösungen sowohl im Inland als auch international.
Eine Vision für die Integration von Multi-Währungen
Kern dieses Regulierungsrahmens ist die Schaffung eines „Multi-Währungs“-Systems, in dem Stablecoins neben kommerziellen Bankeinlagen existieren. Diese Integration bewahrt Zentralbankgeld im Kern des Finanzsystems, während sie sich an technologische Fortschritte anpasst. Im Rahmen dieses Plans müssen Emittenten systemischer Stablecoins 40 % ihrer Reserven in unverzinslichen Konten bei der Bank von England halten und die verbleibenden Reserven in kurzfristige Staatsanleihen investieren.
Angehen von Liquiditätsbedenken
Die BoE erwägt auch die Implementierung von Liquiditätsmechanismen der Zentralbank, um Emittenten bei Bedarf Unterstützung bei der Vermögensumwandlung zu bieten. Solche Bestimmungen gewährleisten, dass auch während des Übergangs zum systemischen Status oder unter Marktstressbedingungen die Stabilität gewahrt bleibt, ohne Wachstum oder Innovation zu behindern.
Der Weg nach vorne: Regulierungsimplementierung bis 2026
Diese vorgeschlagenen Vorschriften gelten ausschließlich für im Vereinigten Königreich ansässige Stablecoins, die vom HM Treasury als systemisch wichtig anerkannt werden. Andere Krypto-Token fallen in den Zuständigkeitsbereich der Financial Conduct Authority (FCA). Das Dokument dient als Grundlage für die Finalisierung der bis 2026 erwarteten Vorschriften.
Da das weltweite Interesse an Kryptowährungen weiterhin stark ansteigt, unterstreichen diese Entwicklungen Großbritanniens Engagement nicht nur für die Einführung digitaler Währungen, sondern auch für deren sichere Einbindung in bestehende Finanzökosysteme. Indem ein Umfeld geschaffen wird, das Innovation begünstigt und zugleich den Verbraucherschutz und die Stabilität priorisiert, spiegeln diese Initiativen eine zukunftsorientierte Regierungsführung wider, die sich auf eine zunehmend digitale Wirtschaft vorbereitet.
