Nordkoreanische Entwickler bauten heimlich berühmte Krypto-Protokolle

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  • Nordkoreanische Entwickler sollen angeblich zu beliebten DeFi-Protokollen beigetragen haben, wie Taylor Monahan, Mitbegründer von MyEtherWallet, behauptet.
  • Die Lazarus-Gruppe hat Berichten zufolge seit 2017 mehr als 7 Milliarden US-Dollar vom Kryptomarkt gestohlen.
  • Es gibt zunehmend mehr Fälle, in denen nordkoreanische Agenten Krypto-Projekte unter falschen Vorwänden infiltrieren, was auf die Notwendigkeit erhöhter Sicherheitsmaßnahmen hinweist.

Beteiligung nordkoreanischer Entwickler an Krypto-Protokollen

In einer aufsehenerregenden Enthüllung behauptet Taylor Monahan, Mitbegründer von MyEtherWallet und Mitarbeiter bei MetaMask, dass Entwickler aus Nordkorea seit der sogenannten „DeFi Summer“-Ära an der Erstellung bekannter Kryptowährungsprotokolle beteiligt gewesen seien. Diese Entwickler geben häufig an, „sieben Jahre Blockchain-Erfahrung“ in ihren Lebensläufen zu haben – eine Aussage, die durchaus zutreffen könnte.

Potentiell kompromittierte Projekte

Monahan hob mehrere Projekte hervor, bei denen diese Entwickler möglicherweise mitgewirkt haben könnten. Zu den bemerkenswerten Namen gehören Sushi, Thorchain, Yam, Pickle, Harvest, Ankr, Fantom, Yearn und andere. Unter diesen sticht Yearn besonders hervor aufgrund seines einzigartigen Sicherheitsansatzes – es vertraut niemandem außerhalb seines Teams.

Taktiken und Auswirkungen der Lazarus-Gruppe

Die Enthüllungen erfolgten als Antwort auf einen Beitrag von Tim Ahl, dem Gründer des Solana-Aggregators Titan. Ahl berichtete, dass sein Team unwissentlich einen Kandidaten interviewte, der später als Agent der Lazarus-Gruppe identifiziert wurde. Dieser Kandidat nahm an Videoanrufen teil und zeigte hohe Qualifikationen, verweigerte jedoch ein Offline-Treffen – ein Warnsignal, das zur Rücknahme seiner Bewerbung führte. Nachfolgende Untersuchungen ergaben, dass der Name dieser Person in Datenlecks auftauchte, die mit Lazarus in Verbindung stehen.

Der Krypto-Forscher ZachXBT erklärte, dass die Lazarus-Gruppe ein Sammelbegriff für mehrere Cyber-Abteilungen ist, die vom nordkoreanischen Staat finanziert werden. Ihre Taktiken reichen von einfachen Phishing-Angriffen über Stellenangebote auf LinkedIn oder Zoom bis hin zu ausgefeilteren Operationen, die von Untergruppen wie TraderTraitor und AppleJeus durchgeführt werden.

Das Ausmaß der Cyberangriffe

Seit 2017 hat die Lazarus-Gruppe Berichten zufolge etwa 7 Milliarden US-Dollar vom Kryptomarkt gestohlen. Analyst jussy erwähnte, dass allein im Jahr 2025 Bybit einen Verlust von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar aufgrund eines großen Einbruchs durch die Gruppe erlitt. In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 starteten sie 18 Angriffe auf Krypto-Projekte.

Es wird angenommen, dass die gestohlenen Gelder das nordkoreanische Nuklearprogramm finanzieren. Jüngste Ereignisse unterstreichen diese Bedrohung: Die dezentrale Börse Drift wurde kurz nach diesen Enthüllungen für 280 Millionen US-Dollar gehackt.

Diese Einblicke in die Beteiligung Nordkoreas an Kryptowährungen verdeutlichen kritische Schwachstellen innerhalb von Blockchain-Protokollen und betonen die dringende Notwendigkeit robuster Sicherheitsmaßnahmen auf allen Ebenen der digitalen Finanzinfrastruktur. Da sich Cyber-Bedrohungen schnell weiterentwickeln, werden nur diejenigen, die mit widerstandsfähigen Abwehrmaßnahmen ausgestattet sind, sicher durch diese gefährliche Landschaft navigieren können.

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