- Quantencomputing ist eine potenzielle langfristige Bedrohung für die kryptografische Sicherheit von Bitcoin.
- Aktuelle Quantencomputer sind noch nicht in der Lage, die Verschlüsselung von Bitcoin zu knacken.
- Die Entwicklung von Quantenbedrohungen wird schrittweise erfolgen, mit bedeutenden Durchbrüchen, die in den mittleren 2030er Jahren erwartet werden.
- Schätzungsweise 35% des zirkulierenden Bitcoin-Angebots könnten gefährdet sein, wenn Quantenangriffe machbar werden.
Das Verständnis der Quantenbedrohung für Bitcoin
In einer gemeinsamen Studie haben ARK Invest und die Plattform Unchained die potenziellen Auswirkungen des Quantencomputings auf die Netzwerksicherheit von Bitcoin untersucht. Der Bericht hebt hervor, dass Quantencomputer zwar ein langfristiges Risiko für die kryptografischen Grundlagen von Bitcoin darstellen, derzeit jedoch keine unmittelbare Bedrohung sind. Mit dem technologischen Fortschritt könnte sich diese Situation jedoch erheblich ändern.
Die schrittweise Entwicklung des Quantencomputings
Es wird erwartet, dass sich die Entwicklung der Quantentechnologie allmählich entfaltet. Anfangs könnten Fortschritte die Internetsicherheit und andere Kryptosysteme beeinflussen, bevor sie eine direkte Bedrohung für Bitcoin darstellen. Diese Entwicklung bietet der Industrie und den Regulierungsbehörden etwas Zeit, um effektiv zu koordinieren.
Aktuelle Fähigkeiten und zukünftige Anforderungen
Derzeit operieren Quantencomputer im NISQ-Stadium (Noisy Intermediate-Scale Quantum) und verfügen über etwa 100 logische Qubits mit begrenzter Tiefe in ihren Schaltungen. Um die elliptische Kurvenkryptographie (ECC), die Bitcoin-Transaktionen sichert, zu knacken, wären mindestens 2330 logische Qubits neben Milliarden von Operationen erforderlich—weit über den aktuellen Fähigkeiten.
Potenzielle Risiken und Implikationen
Forschungsergebnisse zeigen, dass etwa 35% des bestehenden Bitcoin-Angebots gefährdet sein könnten, wenn Quantenangriffe Realität werden. Dazu gehören etwa 1,7 Millionen BTC, die als verloren gelten, und weitere 5,2 Millionen BTC, die in migrierbaren Adressen gespeichert sind.
Die Entwicklungsstufen der Quantenbedrohung
Quantenrisiken werden sich wahrscheinlich in Stufen entwickeln: Anfangs ohne kommerziellen Nutzen, aber schließlich wertvoll in wissenschaftlichen Disziplinen wie Chemie und Materialwissenschaften. Erst später könnten diese Systeme veraltete oder schwache Verschlüsselungsalgorithmen knacken.
Letzten Endes könnten leistungsstarke genug Quantencomputer die ECC angreifen, die von Bitcoin verwendet wird. Frühere Einbrüche werden jedoch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen, bis sie die Blockerstellungsintervalle im Netzwerk übertreffen können—was einen Übergang zur Post-Quanten-Kryptographie erforderlich macht.
Erste Einbrüche und ihre Implikationen
Laut Projektionen führender Technologieunternehmen wie Google, IBM und Microsoft—und unterstützt von Regierungsbehörden—könnte der erste erfolgreiche Angriff auf die ECC um die mittleren 2030er Jahre erfolgen. Die Lücke zwischen den ersten und den nachfolgenden Angriffen wird entscheidend sein; erste Versuche könnten riesige Ressourcen erfordern, ohne die Möglichkeit schneller Wiederholungen.
Zum Beispiel: Wenn das Knacken eines Schlüssels einen Tagesaufwand mit enormen Ressourcen erfordert—würde das alleinige Anvisieren von Satoshi Nakamotos Adressen (ca. 22.000) Jahrzehnte dauern!
Der ökonomische Aspekt: Kosten-Nutzen-Analyse
Quantencomputer-getriebene Angriffe müssen die Kosten übersteigen, wobei der Marktwert der gestohlenen Münzen die Angriffsausgaben übertreffen muss. Allein im Jahr 2023 wurden die Energiekosten zum Knacken eines Schlüssels auf 100.000 Dollar geschätzt! Hinzu kommen erhebliche Investitionen für Entwicklung/Herstellung/Betrieb/Wartung—was zeigt, wie reduzierte zukünftige Rechenkosten kombiniert mit steigenden BTC-Preisen schließlich böswillige Akteure anreizen könnten!
Diese Untersuchung unterstreicht die bedeutenden Implikationen, die auf die Anpassung der Kryptoindustrie im Angesicht sich entwickelnder Technologien warten, die das Landschaftsbild in den kommenden Jahrzehnten potenziell grundlegend verändern könnten!
