- Der Kursrückgang von Bitcoin unter 82.000 US-Dollar hat die ETF-Investoren erheblich beeinträchtigt und zu einem geringen offenen Interesse unter den Händlern geführt.
- Der Markt erfährt einen Anstieg der Angst, da Händler ihre Absicherung mit Verkaufsoptionen erhöhen.
- Wirtschaftsdaten aus den USA beeinflussten die Marktauffassungen und Reaktionen, insbesondere in Bezug auf die Politik der Federal Reserve.
- Trotz Marktschwankungen bleiben Händler bei neuen Positionen vorsichtig und konzentrieren sich auf Risikomanagementstrategien.
Bitcoin-Kursrückgang beeinflusst ETF-Investoren und offenes Interesse: Bericht
Der Kryptowährungsmarkt erlebte kürzlich einen dramatischen Einbruch, als der Wert von Bitcoin unter 82.000 US-Dollar fiel. Der Bericht von Bybit und Block Scholes hebt hervor, dass dieser Rückgang nicht nur die Gewinne seit Anfang 2025 auslöschte, sondern auch viele ETF-Investoren in eine prekäre finanzielle Lage brachte. Mit einem Einstiegspreis von durchschnittlich etwa 89.000 US-Dollar befinden sich diese Investoren „unter Wasser“.
Marktreaktionen auf US-Wirtschaftsdaten
Der Abschwung wurde durch unerwartete Beschäftigungszahlen in den USA verschärft, die 119.000 neue Stellen im September im Vergleich zu den erwarteten 50.000 zeigten. Diese Entwicklung führte zu Spekulationen, dass die Federal Reserve die für Dezember geplanten Zinssenkungen verschieben könnte. Anfang dieses Jahres senkte die Fed die Zinsen zweimal um 0,25 %.
Einige Analysten erwarten eine „Santa-Rallye“, die durch mögliche monetäre Lockerungen der Fed angetrieben wird. CryptoQuant geht jedoch davon aus, dass Bitcoin weiter auf zwischen 60.000 und 80.000 US-Dollar fallen könnte, falls keine Zinssenkung erfolgt.
Dynamiken des Optionsmarkts
Der Bericht legt nahe, dass der Anstieg der kurzfristigen Volatilität erwartet wurde, da Händler die Prämien für bärische Verkaufsoptionen erhöhten. Die implizite Volatilität von sowohl Bitcoin als auch Ethereum überstieg die Niveaus, die nach signifikanten Rückgängen Anfang dieses Jahres zu sehen waren.
Händler berechnen über 10 % Volatilitätsprämien für Verkaufsoptionen, die innerhalb einer Woche auslaufen. Trotz anhaltender Rückgänge—zuerst auf 95.000 US-Dollar und dann auf 90.000 US-Dollar—ist das offene Interesse nicht signifikant gesunken. Dieser Trend deutet darauf hin, dass Verkäufe weitgehend vom Spotmarkt getrieben werden und nicht durch Kredithebel.
Vorsichtiger Ansatz unter Einzelhändlern
Interessanterweise sind Einzelhändler auf Bybit zögerlich, neue Long-Positionen zu eröffnen, obwohl die Preise fallen. Der Bericht stellt fest, dass das offene Interesse im Vergleich zu den vor dem Abschwung erreichten Niveaus von etwa 16 Milliarden US-Dollar Anfang dieses Jahres gedämpft bleibt.
Als Bitcoin unter symbolische Schwellenwerte wie 90.000 US-Dollar fiel und schließlich Niveaus erreichte, die seit April 2025 nicht mehr gesehen wurden, bei 82.000 US-Dollar, verzeichnete der Markt erhebliche Liquidationsvolumina von über 1,9 Milliarden US-Dollar.
Auswirkungen auf ETF-Investoren
Der Fall unter wichtige Preispunkte markierte bedeutende Veränderungen: Bitcoin verlor alle Gewinne seit Januar und blieb hinter der Performance von US-Tech-Aktien und Gold zurück; die durchschnittlichen Einstiegspreise für ETFs liegen jetzt unangenehm hoch im Verhältnis zu den aktuellen Bewertungen; die schnelle Absicherung durch Out-of-the-Money-Puts verstärkte sich während dieser Rückgänge.
Obwohl einige bärische Stimmungen schnell von den Märkten absorbiert wurden, bleibt die allgemeine Stimmung pessimistisch hinsichtlich zukünftiger Erholungsaussichten oder potenzieller Erholungen über entscheidende Unterstützungen, die zuvor hervorgehoben wurden, wie etwa die von JPMorgan-Analysten Anfang dieses Monats vorhergesagten Bereiche um die Mitte der 90.000er, die mögliche Höchststände nahe dem Doppelten der aktuellen Werte innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate erreichen könnten, wenn sich die Bedingungen günstig genug ausrichten, um nachhaltige Wachstumsstrukturen bald darauf wieder zu fördern, möglicherweise um langfristig stärkere Grundlagen zu stabilisieren, die letztendlich den Weg zu helleren Horizonten ebnen könnten.
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