- Nordkoreanische Hacker haben 1.640 Unternehmen in 57 Ländern angegriffen und es auf Kryptoschlüssel abgesehen.
- Zu den prominenten Zielen dieser Cyberangriffe gehörten Coinbase und Uniswap Labs.
- Die Kampagne ist umfangreicher als bisher angenommen und betrifft kritische Infrastrukturen und private Daten.
- Forscher fanden heraus, dass Hacker gefälschte Vorstellungsgespräche nutzten, um sich Zutritt zu Unternehmen zu verschaffen.
Einblicke in Cyberangriffe in der Krypto-Welt
Auf der Black Hat Konferenz in Las Vegas enthüllte der Cybersicherheitsforscher und CTO von Kumio, Vangelis Stykas, ein weitverzweigtes Netzwerk nordkoreanischer Cyberangriffe auf Kryptowährungsunternehmen. Diese bösartigen Akteure haben über einen fast zweijährigen Untersuchungszeitraum unglaubliche 1.640 Unternehmen in 57 Ländern gehackt. Dieser Artikel wird die Auswirkungen dieser Entdeckung auf die Kryptowährungsbranche erörtern.
Eine breite Kampagne, die sich auf Schlüsselakteure konzentriert
Die Untersuchung ergab, dass sich nordkoreanische Hacker stark darauf konzentrierten, private Schlüssel, Blockchain-Infrastrukturen und Kryptogeldbörsen zu erlangen. Unter ihren prominenten Zielen befanden sich Coinbase und Uniswap Labs. Auch Unternehmen wie das Boston Children’s Hospital und Oppo gerieten ins Fadenkreuz. Die große Reichweite dieser Angriffe deutet auf eine größere Bedrohung für die Kryptoindustrie hin, als bisher verstanden wurde.
Raffinierte Techniken: Das ansteckende Vorstellungsgespräch
Diese Angriffe nutzten häufig eine Methode, die als „ansteckendes Vorstellungsgespräch“ bekannt ist und 2022 von Microsoft dokumentiert wurde. Hacker gaben sich als renommierte Unternehmen aus, die lukrative Jobmöglichkeiten für Entwickler boten. Die Zielpersonen wurden dann gebeten, Aufgaben mit Software auszuführen, die heimlich Malware auf ihren Systemen installierte.
Die kritische Rolle der Auftragnehmer
Externe Auftragnehmer erwiesen sich als besonders anfällige Punkte innerhalb von Organisationen. Viele hatten gleichzeitig Zugang zu mehreren Unternehmensumgebungen – ein Auftragnehmer hatte Berichten zufolge Zugriff auf Systeme von bis zu 30 verschiedenen Unternehmen. Dieser weitreichende Zugang verschaffte Hackern potenziell verheerende Kontrolle über verschiedene Netzwerke.
Eine anhaltende Bedrohung mit langfristigen Auswirkungen
Die Ergebnisse unterstreichen eine anhaltende Bedrohung durch nordkoreanische Gruppen, die hauptsächlich durch Kryptowährungsdiebstahl motiviert sind, aber durch anhaltenden Netzwerkzugang Spionageaktivitäten erleichtern könnten. Wie Marcus Hutchins von Expel anmerkte, kann die Aufrechterhaltung eines solchen Zugangs Spionagezwecken dienen, die über unmittelbare finanzielle Gewinne hinausgehen.
Dringlichkeit für proaktive Maßnahmen
Stykas betonte die Notwendigkeit, dass betroffene Organisationen nach einem Einbruch effektiv reagieren müssen – ein Unterscheidungsmerkmal zwischen guten und schlechten Sicherheitspraktiken. Alarmierend ist, dass Hunderte von kompromittierten Unternehmen nicht auf Benachrichtigungen über ihre Schwachstellen reagierten.
Während dieser Bericht Einblicke in frühere Schätzungen bezüglich der Beteiligung Nordkoreas an großangelegten Kryptodiebstählen bietet – wie jene, die KelpDAO und Drift Protocol betrafen – hebt er auch hervor, wie tief diese Bedrohungen in der heutigen digitalen Landschaft verwurzelt sind.
Diese Entwicklung erfordert erhöhte Wachsamkeit unter Krypto-Unternehmen weltweit, da sie sich in einer Umgebung bewegen, die voller raffinierter Cyberbedrohungen ist, die direkt auf wertvolle digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen abzielen, die weiterhin die globalen Finanzdynamiken mit beispielloser Geschwindigkeit umgestalten, ohne Anzeichen einer Verlangsamung zu zeigen.