- Erwägung der Aufhebung der Regel „eine Krypto-Börse, eine Bank“.
- Ziel: Förderung des Wettbewerbs im Krypto-Markt.
- Forschung zeigt Risiken von Monopolisierung durch derzeitige Partnerschaften.
- Vorschläge zur Einführung von Kryptowährungsderivaten und Unternehmenskonten.
- Regierungsankündigung zur Lockerung der Vorschriften bis Jahresende erwartet.
Potentieller Wandel der Krypto-Regulierung in Südkorea
In einem bedeutenden Schritt erwägt Südkorea die Aufhebung seiner Regel „eine Krypto-Börse, eine Bank“. Diese Regelung verlangt derzeit, dass jede Kryptowährungsbörse exklusiv mit einer einzigen Bankinstitution zusammenarbeitet. Laut Berichten lokaler Medien finden diese Diskussionen zwischen wichtigen Finanzinstitutionen wie der Financial Services Commission (FSC) und der Fair Trade Commission statt.
Ein Bedürfnis nach Veränderung: Warum Deregulierung?
Obwohl nicht gesetzlich vorgeschrieben, entwickelte sich die Praxis aufgrund strenger Anforderungen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Verfahren zur Kundenidentifizierung. Infolgedessen hatten Börsen wenige Optionen für Fiat-Gateways. Kritiker argumentieren, dass dieser Ansatz zu einer übermäßigen Marktkonzentration führen könnte, gerade als Südkorea seine grundlegende Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten vorbereitet.
Eine kürzlich von der Regierung unterstützte Forschung mit dem Titel „Analyse des Handelsmarktes für virtuelle Vermögenswerte und Bewertung der wettbewerblichen Auswirkungen wichtiger Vorschriften“ hat diese Überlegungen befeuert. Die Studie hebt hervor, wie exklusive Bankpartnerschaften Monopole fördern könnten, indem sie den Zugang für kleinere oder neue Börsen einschränken.
Empfehlungen von Experten
Die Forschung schlägt vor, unterschiedliche Standards basierend auf Handelsvolumen und Risikoniveaus über Plattformen hinweg anzuwenden. Es wird festgestellt, dass der auf den koreanischen Won lautende Krypto-Vermögensmarkt weitgehend um ein oder zwei Hauptakteure konzentriert bleibt, was die Liquidität und Handelseffizienz zugunsten dominanter Akteure verzerren kann.
Der Bericht schlägt auch vor, Kryptowährungsderivate und Transaktionen über Unternehmenskonten zuzulassen. Forscher glauben, dass solche Maßnahmen die Marktstrukturen diversifizieren, frisches Kapital anziehen und die Skalenwirkungen mindern könnten, die das derzeitige Oligopol aufrechterhalten.
Regierungsstandpunkt zur Lockerung
Ein Regierungsvertreter bestätigte aktive Diskussionen über die Lockerung der Vorschriften: „Wir stehen in ständigem Austausch mit anderen Behörden hinsichtlich des Umfangs und der Zeitplanung der Deregulierung und planen, es in kurz- und mittelfristige Aufgaben zu unterteilen, mit dem Ziel, noch in diesem Jahr eine Entscheidung bekannt zu geben.“
Die potenzielle Gesetzgebung zielt darauf ab, den Krypto-Markt in rechtliche Rahmenwerke zu integrieren, ohne übermäßigen Druck auf die Teilnehmer auszuüben. Fragen wie die Erlaubnis für den Eintritt ausländischer Börsen oder die Erlaubnis für inländische Plattformen im Ausland bleiben jedoch aufgrund von Aufsichtskomplexitäten verschoben.
Parlamentarische Perspektive
Auch das Parlament zeigt Bereitschaft zu gelockerten Regeln. Ein Sprecher der Demokratischen Partei aus der digitalen Task Force bemerkte: „Da die Institutionalisierung voranschreitet, verschärfen sich die Vorschriften zwangsläufig, aber angesichts des Marktwachstums können wir regulatorische Sandkästen in bestimmten Bereichen in Betracht ziehen.“
Unterdessen dauern die laufenden Diskussionen über die direkte Anwendung von Börsenregeln auf die Kryptoindustrie an – eine Debatte, die nun schon mehrere Jahre andauert.
Diese Entwicklungen stehen im Einklang mit der jüngsten Lockerung der Vorschriften für institutionelle Investoren, insbesondere der Aufhebung eines neun Jahre alten Verbots für Unternehmensinvestitionen in Kryptowährungen. Laut neuen Richtlinien der FSC können börsennotierte Unternehmen und professionelle Investmentfirmen nun bis zu 5 % ihres Eigenkapitals in Vermögenswerte wie Bitcoin und Ethereum investieren.
Insgesamt könnten diese potenziellen regulatorischen Änderungen in Südkorea sowohl die heimischen Märkte als auch die globale Wahrnehmung von Kryptowährungsinvestitionen erheblich beeinflussen – sie bieten breitere Möglichkeiten, erfordern jedoch eine sorgfältige Navigation im Voraus.
