- Die Marshallinseln testen Kryptowährungen für universelle Grundeinkommenszahlungen.
- Ein Pilotprogramm nutzt die Stellar-Blockchain, um die Integration von Kryptowährungen in staatliche Finanzsysteme zu fördern.
- Bürger erhalten den digitalen Vermögenswert USDM1 über die staatliche Lomalo-App.
- Das Programm zielt darauf ab, die strukturellen Einschränkungen von Bargeld und traditionellen Bankensystemen zu überwinden.
Marshallinseln Testen Krypto-Vermögenswerte für Grundeinkommenszahlungen
Die Republik der Marshallinseln hat einen mutigen Schritt in die Zukunft unternommen, indem sie Zahlungen des universellen Grundeinkommens (UBI) durch Blockchain-Technologie pilotiert. Dieser innovative Ansatz nutzt das Stellar-Netzwerk und markiert einen bedeutenden Wandel hin zur Integration von Kryptowährungen in staatliche Finanzsysteme. Durch die Nutzung dieser Technologie versucht die Regierung zu erkunden, ob Blockchain physisches Geld und konventionelle Bankdienstleistungen effektiv ersetzen kann.
Verteilung Digitaler Vermögenswerte über Blockchain
Im November 2025 begannen im Rahmen des ENRA-Programms bestimmte Bürger, ihr UBI in Form von USDM1 zu erhalten, einem digitalen Vermögenswert, der über Lomalo—eine staatlich betriebene Anwendung, die auf dem Stellar-Netzwerk entwickelt wurde—ausgegeben wird. Diese Initiative wird mit Beiträgen von Crossmint und der Stellar Development Foundation ermöglicht.
Der USDM1 ist kein typischer Stablecoin; er ist vollständig gedeckt und funktioniert wie ein Geldmarktfonds. Bemerkenswerterweise erhalten Halter direkt sämtliche generierten Einkünfte, was ihn von den meisten Stablecoins unterscheidet, bei denen in der Regel die Herausgeber profitieren.
Angehen Struktureller Bankbeschränkungen
Dieses vierteljährliche Auszahlungsprogramm zielt darauf ab, die alltäglichen Transaktionen und das Sparen für ungefähr 40.000 Einwohner zu vereinfachen, in einem Land, das stark auf Bargeldfluss angewiesen ist, aber vollständig dollerisiert ist. Experten weisen darauf hin, dass die Bankinfrastruktur der Marshallinseln fragil bleibt. Die Finanzkrise von 2008 führte dazu, dass sich viele Banken aus der Region zurückzogen, was die Inseln von einer einzigen Korrespondenzbank abhängig machte. Folglich stehen Bürger oft vor langen Wegen, nur um Schecks einzulösen oder auf Gelder zuzugreifen.
Trotz weit verbreitetem Internetzugang über Starlink stützt sich die lokale Wirtschaft nach wie vor auf Bargeldlieferungen—oft in Seecontainern transportiert—und Störungen im Geldautomatenservice sind häufige Vorkommnisse.
Reduzierung Systemischer Risiken mit Digitalen Lösungen
Die Behörden sehen diese digitalen Zahlungen als entscheidend an, um systemische Risiken zu mindern, die mit traditionellen Finanzoperationen verbunden sind. Die Erfahrungen hier stammen aus früheren Projekten der Stellar Development Foundation, die sich mit der Verteilung humanitärer Hilfe und der Entwicklung digitaler Zahlungssysteme in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und dem UNHCR befassten.
Solche Modelle gelten als förderlich, um die finanzielle Widerstandsfähigkeit zu verbessern und die Verteilung von Sozialleistungen gezielter zu gestalten, insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Der Aufstieg von Stablecoins wurde auch global beobachtet; bemerkenswert in Venezuela inmitten wirtschaftlicher Turbulenzen, wo sie erheblichen Anklang fanden. Während sich diese Entwicklungen entfalten, zeigen sie das Potenzial der Kryptowährungen auf, wie Regierungen wirtschaftliche Herausforderungen und die Verteilung öffentlicher Wohlfahrt handhaben können—auf dem Weg zu inklusiveren Finanzökosystemen weltweit.
