- Yearn Finance erleidet zweiten Hack seit Anfang Dezember 2025, Verlust von etwa 300.000 USD in Krypto-Assets.
- Verletzung nutzte Schwachstellen im Yearn Finance V1-Vertrag aus.
- Angreifer wandelte gestohlene Vermögenswerte in 103 ETH um und hinterließ 214.000 sUSD im Tresor.
- Schwachstelle hing mit der Konfiguration des iEarn-Speichers und bekannten Problemen mit veralteten Verträgen zusammen.
Yearn Finance erleidet zweiten Hack seit Anfang Dezember
In einem erheblichen Rückschlag für Yearn Finance hat das Projekt seinen zweiten Hack seit Anfang Dezember 2025 erlebt. Der Vorfall führte zu einem geschätzten Verlust von 300.000 USD, wie von Experten von PeckShield berichtet. Dieser Vorfall verdeutlicht die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen innerhalb der dezentralen Finanzprotokolle (DeFi).
Ausnutzung von Schwachstellen in Yearn Finance V1
Der jüngste Angriff richtete sich gegen Schwachstellen im Yearn Finance V1-Vertrag. Laut Sicherheitsanalysten, darunter William Lee, resultierte das Problem aus Fehlkonfigurationen im iEarn-Speichersystem. Der Angreifer nutzte diese Schwachstellen, um Asset-Transfers zu manipulieren und seinen Gewinn zu maximieren.
Technische Aufschlüsselung des Angriffs
Der Angreifer begann seinen Plan, indem er Kredite in TUSD und sUSD aufnahm. Sie transferierten sUSD zu Fulcrum und hinterlegten anschließend TUSD in Yearn. Indem sie Fulcrum sUSD zurück in den Speicher transferierten, erhöhten sie künstlich die Anteilwerte, bevor sie eine Rebalance-Funktion ausführten, die die Anteilspreise drastisch senkte. Dies ermöglichte ihnen, durch den Verkauf von Anteilen über Curve Finance Pools zu profitieren.
Bemerkenswerterweise, obwohl einige Vermögenswerte in 103 ETH für den persönlichen Gewinn umgewandelt wurden, ließen sie einen erheblichen Betrag von 214.000 sUSD unzugänglich im Tresor zurück.
Reaktion von Yearn Finance
Yearn Finance hat auf diesen Vorfall reagiert, indem sie betonten, dass er ausschließlich den iEarn-Speicher betroffen hat und keine anderen Komponenten ihres Ökosystems beeinflusst hat. Das Team erkannte an, dass der ausgenutzte Vertrag veraltet war und bereits lange bekannte Schwachstellen aufwies.
Die Antwort des Unternehmens unterstreicht die laufenden Bemühungen, Risiken im Zusammenhang mit Altsystemen zu mindern und die Widerstandsfähigkeit neuer Komponenten gegen ähnliche Bedrohungen zu verstärken.
Implikationen für die DeFi-Sicherheit
Dieser jüngste Angriff auf Yearn Finance unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsbedenken, die dezentrale Finanzplattformen plagen. Er dient sowohl als warnendes Beispiel für Investoren als auch als dringender Aufruf an Entwickler in DeFi-Ökosystemen, robuste Sicherheitsmaßnahmen und zeitnahe Aktualisierungen aller Verträge zu priorisieren—insbesondere solcher, die als veraltet oder anfällig gelten.
Da sich DeFi weiterhin rasant neben den breiteren Kryptowährungsmärkten weltweit entwickelt, bleibt die Gewährleistung einer sicheren Infrastruktur von größter Bedeutung, um nicht nur das Vertrauen der Benutzer zu bewahren, sondern auch das Wachstumspotential der aufstrebenden Industrie weltweit zu schützen.
