Ukrainischer Krypto-Markt in Turbulenzen: Der Ausstieg von Trustee Plus und Weld Money
- Trustee Plus und Weld Money beenden ihre Aktivitäten in der Ukraine aufgrund des Interesses der Nationalbank der Ukraine (NBU) an Krypto-Karten.
- Krypto-Karten könnten genutzt werden, um Kapitalbeschränkungen zu umgehen, was regulatorische Bedenken aufwirft.
- Gegen Trustee Plus oder Weld Money wurden laut dem Büro für Wirtschaftssicherheit keine strafrechtlichen Ermittlungen eingeleitet.
- Trustee Plus betont die Einhaltung europäischer Vorschriften und distanziert sich von Vorwürfen der Umgehung von Regulierungen.
Die regulatorische Landschaft: Warum haben sie sich zurückgezogen?
In einem überraschenden Schritt, der von Forbes Ukraine berichtet wurde, haben die prominenten Krypto-Dienstleister Trustee Plus und Weld Money ihre Aktivitäten in der Ukraine eingestellt. Dieser Schritt wird dem wachsenden Interesse der Nationalbank der Ukraine (NBU) an Krypto-Karten zugeschrieben, die als potenzielle Werkzeuge zur Umgehung von Finanzvorschriften angesehen werden.
Im Mai 2025 stellte Trustee Plus die Registrierung neuer ukrainischer Nutzer ein, während Weld Money den Markt gänzlich verließ. Laut Quellen, die von Forbes Ukraine zitiert werden, wurden diese Entscheidungen durch die Untersuchung der NBU beeinflusst, wie Krypto-Karten die Umgehung von Kapitalabzugsgrenzen und Fiat-Transaktionen auf Kryptowährungsbörsen erleichtern könnten.
Trotz dieser Bedenken leitete das Büro für Wirtschaftssicherheit keine strafrechtlichen Verfahren gegen Trustee Plus oder Weld Money ein. In einer Erklärung gegenüber Forbes Ukraine klärte ein Vertreter von Trustee Plus, dass die ukrainischen Behörden keine Gerichtsbarkeit über ihre Aktivitäten haben, da sie keine Geschäfte innerhalb der ukrainischen Grenzen betreiben.
Auswirkungen auf die Nutzung von Krypto-Karten
Der Rückzug hebt ein kritisches Problem mit Krypto-Karten hervor – ihre Fähigkeit, über mehrere Regionen hinweg zu operieren. Dieses Merkmal erregte die Aufmerksamkeit der NBU, insbesondere nachdem der polnische Partner Quicko 7.148 Karten des Trustee Plus-Projekts aufgrund unklaren Status in Bezug auf ukrainische Adressen sperrte.
Ein Insider der NBU deutete an, dass Werbekampagnen von Trustee Plus die Möglichkeit, diese Karten zur Umgehung von Beschränkungen und zur Erhöhung der Überweisungsgrenzen ins Ausland zu nutzen, nicht verbargen. Das Unternehmen behauptet jedoch, dass seine Produkte nicht zu Kapitalabflüssen aus der Ukraine beitragen.
Unsicherheiten meistern: Einblicke des CEOs
Vadim Grusha, CEO von Trustee Plus, betonte, dass sein Unternehmen unter europäischen Rechtsstandards operiere. Er hob hervor, dass alle Transaktionen in Euro über ein lizenziertes polnisches Finanzinstitut durchgeführt werden und Nutzer gemäß den regulatorischen Anforderungen verifiziert werden.
Grusha diskutierte auch die Herausforderungen, die durch einen Mangel an klaren Vorschriften im ukrainischen Krypto-Markt entstehen. Er argumentierte, dass transparente Regulierung Missverständnisse mit den Behörden verhindern und das Wachstum der Branche innerhalb rechtlicher Rahmenbedingungen fördern könnte.
Der Ausstieg von Unternehmen wie Trustee Plus und Weld Money unterstreicht die Notwendigkeit klarerer Richtlinien zur Regelung von Kryptowährungsaktivitäten in aufstrebenden Märkten wie der Ukraine. Während nationale Banken weltweit darum kämpfen, diesen dynamischen Sektor zu regulieren, bleibt es entscheidend, ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Aufsicht für zukünftige Entwicklungen zu finden.
