- Ukraine führt ein neues regulatorisches Modell für die Aufsicht über den Kryptowährungsmarkt ein.
- Die Nationale Wertpapier- und Börsenkommission (NSSMC) übernimmt die Aufsicht über die meisten Krypto-Assets, mit Ausnahme von E-Money Tokens (EMT).
- Die Nationalbank der Ukraine (NBU) reguliert E-Money Tokens und deren Emittenten.
- Dieses Modell betont einen kollaborativen Ansatz zwischen NSSMC und NBU, mit Fokus auf finanzielle Stabilität und Verbraucherschutz.
- Geplant ist die Legalisierung von Kryptowährungen bis Mitte 2025, mit Steuerregeln, die denen für Wertpapiere ähneln.
Ukraine Enthüllt Neues Regulierungsmodell für Kryptowährungsaufsicht
In einem bedeutenden Schritt zur Regulierung des aufstrebenden Kryptowährungsmarktes haben ukrainische Gesetzgeber ein umfassendes Modell eingeführt, das die Verteilung der Aufsichtsverantwortlichkeiten zwischen der Nationalen Wertpapier- und Börsenkommission (NSSMC) und der Nationalbank der Ukraine (NBU) klarstellt. Diese Initiative markiert einen entscheidenden Schritt zur Etablierung klarer regulatorischer Richtlinien für virtuelle Vermögenswerte in der Ukraine.
Ein Kollaborativer Ansatz zur Krypto-Regulierung
Das vorgeschlagene Modell betont eine sektorenbezogene Aufsichtsstrategie, die zwei Hauptregulatoren umfasst. Die NSSMC wird verantwortlich sein für die Aufsicht über die meisten Gegenparteien und Token, mit Ausnahme derjenigen, die als E-Money Tokens (EMT) kategorisiert sind. Im Gegensatz dazu wird die NBU EMT-bezogene Aktivitäten, einschließlich der Lizenzierung und Überwachung von Emittenten, verwalten. Dieser Ansatz mit zwei Regulatoren zielt darauf ab, die Stabilität des Finanzsystems mit einem starken Verbraucherschutz in Einklang zu bringen.
Regulatorische Verantwortlichkeiten Definiert
Im Detail sind in dem Dokument spezifische Funktionen für jeden Regulator festgelegt. Zu den Aufgaben der NSSMC gehört die Überwachung der Token-Ausgabe mit Ausnahme von EMTs, die Kontrolle von Emittenten von Asset-Referenced Tokens (ART), die Aufsicht über bestimmte Dienstleister, die nicht in den Fiat-Umtausch involviert sind, und die Bekämpfung von Missbrauch bei allen Token mit Ausnahme von EMTs. Die NBU hingegen ist mit der Überwachung der EMT-Ausgabe, der Verwaltung von Umtauschoperationen mit Fiat-Währung und der Festlegung von Anforderungen für den Handel von Krypto-Assets gegen Fiat betraut.
Integration mit Internationalen Standards
Der regulatorische Rahmen orientiert sich auch an internationalen Standards wie denen der Financial Action Task Force (FATF), insbesondere in Bezug auf Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Diese Ausrichtung stellt sicher, dass der ukrainische Kryptomarkt sich an globale Best Practices hält und gleichzeitig Risiken im Zusammenhang mit Transaktionen digitaler Assets mindert.
Zukünftige Auswirkungen: Legalisierung und Besteuerung
Mit Blick auf die Zukunft plant die Ukraine, Kryptowährungen bis Mitte 2025 zu legalisieren. Laut dem Parlamentsmitglied Daniil Hetmantsev wird die Besteuerung einem Modell folgen, das dem für Wertpapiere ähnelt. Obwohl noch in Entwicklung, zielt die branchenspezifische Gesetzgebung darauf ab, bestehende Gesetze und Steuercodes effektiv zu ändern.
Dieser neu eingeführte regulatorische Rahmen klärt nicht nur die Aufsichtsverantwortlichkeiten, sondern ebnet auch den Weg für die Integration von Kryptowährungen in die Finanzlandschaft der Ukraine. Durch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen wichtigen Aufsichtsbehörden und die Ausrichtung an internationalen Normen positioniert sich die Ukraine als zukunftsorientierter Akteur im globalen Krypto-Markt.
