Strategy hat sich gegen den Mitte August 2026 vorgelegten Vorschlag von MSCI ausgesprochen, ein neues Zulassungskriterium für „nicht operative“ Unternehmen in seinen Global Investable Market Indexes einzuführen. Der Vorschlag ist für Strategy relevant, weil er zum Ausschluss des Unternehmens aus den MSCI-GIMI-Indizes führen könnte, obwohl Strategy erklärte, ein solcher Ausschluss hätte keine wesentlichen Auswirkungen.
Nach Angaben von Strategy halten Fonds, die die MSCI-GIMI-Indizes abbilden, lediglich 3,1 % seiner ausstehenden Stammaktien. Das Unternehmen erklärte, diese Bestände beliefen sich auf rund 13 Millionen Aktien und lägen unter dem Handelsvolumen eines Tages in MSTR.
Der Vorschlag ist laut Strategy der zweite Versuch von MSCI, Digital-Asset-Treasury-Unternehmen, kurz DATs, aus den Indizes zu entfernen. Ein früherer Versuch Ende 2025 sei gescheitert.
Strategy forderte MSCI auf, den aus seiner Sicht fehlgeleiteten Vorschlag zurückzuziehen. Das Unternehmen erklärte, MSCI „verpacke“ seinen zurückgezogenen Plan, Unternehmen mit mehr als 50 % ihrer Vermögenswerte in Kryptowährungen auszuschließen, „neu“, indem es andere Formulierungen verwende, um dasselbe Ergebnis zu erreichen.
Strategy erklärte zudem, die Begriffe „operatives“ und „nicht operatives“ Unternehmen seien weder in den US-GAAP noch in den International Financial Reporting Standards oder einem anerkannten Rechtsrahmen definiert. Das Unternehmen argumentierte, die Terminologie könne so gestaltet worden sein, dass sie ein vorherbestimmtes Ergebnis erzeuge.
Das Unternehmen erklärte, der Ausschluss von Strategy stünde im Widerspruch zu etablierten Rechnungslegungsgrundsätzen und Wertpapiergesetzen. Strategy erklärte, es berichte sein Geschäft gemäß US-GAAP und nach Gesprächen mit Mitarbeitern der U.S. Securities and Exchange Commission als operatives Segment.
Strategy argumentierte zudem, der Vorschlag von MSCI würde politische Werturteile von MSCI in den Indexkonstruktionsprozess einbringen und damit die Neutralität und Zuverlässigkeit untergraben, auf die sich die Kunden von MSCI verlassen.
Zeitplan der MSCI-Konsultation
MSCI kündigte die Konsultation am 3. August an und wird bis zum 30. September Stellungnahmen entgegennehmen. Die Ergebnisse der Konsultation sollen voraussichtlich am 16. Oktober bekannt gegeben werden.
Falls MSCI den Vorschlag billigt, wird das Unternehmen voraussichtlich am 11. November mögliche Änderungen bei den Indexbestandteilen bekannt geben. Diese Änderungen könnten am 1. Dezember in Kraft treten.
Strategy forderte Marktteilnehmer auf, seine Position durch ein Schreiben an MSCI zu unterstützen.
Quelle: HODL Press
