- Das CLARITY-Gesetz wird als „anti-krypto“ kritisiert, da es zentralisierte Vermittler begünstigt.
- Hermina Wong von der Berkeley Law betont die Notwendigkeit, sich auf Entwickler und Endbenutzer zu konzentrieren.
- Die aktuelle Gesetzgebung neigt stark dazu, Krypto-Mittelsmänner zu unterstützen.
- Politischer Einfluss großer Kryptounternehmen stellt eine Herausforderung für gerechte Regulierung dar.
Das Hauptproblem mit dem CLARITY-Gesetz: Ein Experteneinblick
In einer bedeutenden Diskussion über Krypto-Regulierung hat Hermina Wong, eine angesehene Dozentin an der Berkeley Law, ihre Bedenken bezüglich des Digital Asset Market CLARITY Act geäußert. Ihrer Ansicht nach zielt dieser Gesetzesvorschlag mehr darauf ab, die Interessen zentralisierter Krypto-Vermittler zu sichern, als die Kerntechnologie von Kryptowährungen zu fördern. Da der US-Senat seine Abstimmung über dieses Gesetz bis September 2026 verschoben hat, fordert Wong einen regulatorischen Ansatz, der dezentrale Protokollentwickler, Selbstverwahrer von Vermögenswerten und Teilnehmer an Peer-to-Peer-Transaktionen berücksichtigt.
Der Fokus auf Vermittler
Wong argumentiert, dass nach Jahren gescheiterter gesetzgeberischer Initiativen und regulatorischen Drucks jedes umfassende Krypto-Gesetz wie Fortschritt erscheinen mag. Sie besteht jedoch darauf, dass das CLARITY-Gesetz nicht wirklich darauf abzielt, Kryptowährungstechnologien voranzubringen, sondern vielmehr die Geschäftsmodelle von Krypto-Vermittlern unterstützt.
Sie bemerkt, dass lediglich 2-4% des Gesetzestextes grundlegende Technologie behandeln, während 44-77% sich auf Börsen, Broker, Verwahrer und andere Mittelsmänner beziehen. Dieser Schwerpunkt widerspricht der ursprünglichen Absicht von Kryptowährungen, die Abhängigkeit von vertrauenswürdigen Dritten in Finanzsystemen zu verringern.
Neues Denken in der Krypto-Regulierung
Wong hebt auch den politischen Einfluss großer Krypto-Firmen hervor. Während des Wahlzyklus 2024 flossen über 200 Millionen US-Dollar aus dem Kryptosektor in die Politik—mehr als 80% davon von Coinbase, a16z und Ripple.
Sie plädiert für Gesetze, die die Sicherheit und Governance dezentraler Protokolle priorisieren und gleichzeitig die Benutzer schützen—nicht nur Regeln für große zentralisierte Einheiten. Diejenigen, die ausgeschlossen werden, sind Entwickler, die dezentrale Systeme aufbauen, und Individuen, die ihre Vermögenswerte unabhängig über Peer-to-Peer-Transaktionen verwalten.
Darüber hinaus schätzte der Leiter des Solana Policy Institute, Miller Whitehouse-Levine, die Chancen auf eine Verabschiedung vor den Novemberwahlen auf nur 10%—und Grayscale hielt die Chancen in diesem Jahr für gering—Analysten glauben, dass ein Scheitern dennoch die beschleunigte Entwicklung von Regeln unter Project Crypto fördern könnte.
In der Zwischenzeit drängte Präsident Donald Trump den Kongress, diese Initiative zu unterstützen. Trotz verschiedener Meinungen auf dem Markt über den potentiellen Einfluss oder das Fehlen desselben, ob es bald genug verabschiedet wird oder nicht; das Verständnis dieser Dynamiken kann wertvolle Einblicke bieten, wie zukünftige Regulierungen Kryptowährungen weltweit gestalten könnten, ohne eine spezifische Agenda über andere Beteiligte in diesen sich ständig weiterentwickelnden Landschaften, die sich weltweit nahtlos über Grenzen hinweg immer weiter anpassen, zu fördern—kontinuierlich und für immer!
