- Mehrere bedeutende Blockchain-Organisationen fordern eine neue Regel der IRS heraus.
- Die IRS verlangt, dass DeFi-Broker ab 2027 Benutzerdaten offenlegen.
- Experten warnen, dass diese Regel die Entwicklung der DeFi-Technologie in den USA bedrohen könnte.
Einführung in den Streit um die IRS-Regel
In einer bedeutenden Entwicklung im Kryptowährungssektor haben mehrere prominente Blockchain-Organisationen, darunter die Blockchain Association, der DeFi Education Fund und der Texas Blockchain Council, eine Klage gegen eine neue Regel der IRS eingereicht. Diese Regel verlangt, dass DeFi-Broker Benutzerdaten, einschließlich persönlicher Informationen und Transaktionshistorie, ab 2027 sammeln und übermitteln. Diese neue Vorschrift hat in der Krypto-Gemeinschaft weit verbreitete Kritik hervorgerufen.
Potenzielle Auswirkungen auf DeFi-Technologien
Die neue Anforderung der IRS wird als übermäßige Belastung für DeFi-Protokolle angesehen. Darüber hinaus gefährdet sie die Privatsphäre der Benutzer, wie in der Klage dargelegt. Marisa Coppel, die leitende Anwältin der Blockchain Association, argumentiert, dass solche Vorschriften innovative Technologien ins Ausland treiben könnten und damit ihre Entwicklung in den Vereinigten Staaten untergraben würden. Die Klage betont, dass dezentrale Protokolle ohne Zwischenhändler operieren, wodurch Benutzer direkt Vermögenswerte speichern und Transaktionen durchführen können. Die Kläger glauben, dass die neue Regel die einzigartigen Merkmale von DeFi nicht berücksichtigt und die aktuellen gesetzlichen Grenzen überschreitet.
Perspektive der IRS und Bedenken der Branche
Die IRS hält es für unerlässlich, DeFi-Transaktionen zu verfolgen, um Informationslücken zu verringern und die Steuerkonformität zu verbessern. Diese Anforderung entstand nach Änderungen in den Broker-Meldepflichten, die durch das „Infrastructure Investment and Jobs Act“ von 2021 eingeführt wurden. Branchenvertreter warnen jedoch, dass diese Regel die Führungsrolle der USA in der digitalen Wirtschaft gefährden könnte. Lee Bratcher, Präsident des Texas Blockchain Council, weist darauf hin, dass dadurch wichtige Entwicklungen riskiert werden könnten.
Weitreichende Auswirkungen und Reaktionen der Branche
Die IRS schätzt, dass die Regel 765 DeFi-Broker und etwa 2 Millionen amerikanische Steuerzahler betreffen wird. Ihre Umsetzung bleibt jedoch umstritten, angesichts der einzigartigen Natur dezentraler Technologien. Analysten glauben, dass die Durchsetzung der Regel auf Herausforderungen stoßen könnte. Interessanterweise hat die Kryptoindustrie kürzlich Interaktionen mit US-Regulierungsbehörden erlebt, wie die Vereinbarung der DeFi-Plattform Rari Capital mit der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC).
Dieser laufende Streit hebt die Spannung zwischen regulatorischen Rahmenwerken und der sich schnell entwickelnden Landschaft der dezentralen Finanzen hervor. Das Ergebnis dieser rechtlichen Herausforderung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft der DeFi-Technologien und ihre Rolle im globalen Finanzsystem haben. Während sich die Situation entwickelt, werden die Beteiligten innerhalb der Krypto-Community die Entwicklungen genau beobachten.
