Strategy-Mitgründer und Executive Chairman Michael Saylor forderte die Kryptowährungsbranche dazu auf, nach dem gescheiterten Vorstoß des US-Senats zur Weiterbehandlung des CLARITY Act die breite Einführung digitaler Finanzprodukte voranzutreiben. Er argumentierte, eine breite Nutzerbasis könne digitale Vermögenswerte vor künftigen Veränderungen in der Regulierungspolitik schützen.
Saylor nannte Bitcoin, Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und regulierte Finanzplattformen als Bereiche, in denen die Branche unter dem derzeitigen Rechtsrahmen wachsen könne.
Strategy-Mitgründer und Executive Chairman Michael Saylor forderte die Kryptowährungsbranche dazu auf, sich auf die breite Einführung digitaler Finanzprodukte zu konzentrieren, nachdem der US-Senat den CLARITY Act nicht weitergebracht hatte. Er sagte, eine weitverbreitete Nutzung könne der Branche einen zusätzlichen Schutz vor künftigen Änderungen der Regulierungspolitik bieten.
Saylor fordert Einführung neben rechtlicher Klarheit
In einem Beitrag mit dem Titel „Digitale Vermögenswerte nach CLARITY: Der beste Schutz ist Einführung“ erklärte Saylor, die Branche könne unter den von der US-Börsenaufsicht SEC, der Commodity Futures Trading Commission, dem US-Finanzministerium und Bankenaufsichtsbehörden verwalteten Regeln vorankommen, ungeachtet der Beschränkungen, die in einer Kompromissfassung des CLARITY Act vorgesehen waren.
„Unser sicherster Weg nach vorn besteht darin, Produkte zu schaffen, die Kunden begeistern, und sie breit einzusetzen“, sagte Saylor.
Er argumentierte, niedrigere Kosten, ein leichterer Zugang zu Finanzdienstleistungen und eine stärkere Kontrolle über eigene Gelder könnten öffentliche Unterstützung für die weitere Entwicklung digitaler Vermögenswerte schaffen.
Saylor betonte zudem die Bedeutung rechtlicher Klarheit, warnte jedoch davor, Beschränkungen in Gesetze aufzunehmen. Er verwies auf einen September-Kompromiss zum CLARITY Act, der Begrenzungen für Anbieter enthielt, die Nutzern Belohnungen für das Halten von Zahlungs-Stablecoins zahlen, während bestimmte Belohnungen im Zusammenhang mit qualifizierten Aktivitäten erlaubt blieben.
Er unterschied zwischen dem Schutz von Banken vor Liquiditätsproblemen und ihrem Schutz vor Wettbewerb. Nach Saylors Ansicht erfordert Finanzstabilität Aufsicht, während Wettbewerb davon abhängt, dass Kunden bessere Dienstleistungen wählen können.
Saylor verwies außerdem auf den GENIUS Act, der Stablecoin-Emittenten bereits daran hindert, Zinsen und Renditen zu zahlen, sowie auf den Innovations-Sandbox-Mechanismus des CLARITY Act. Er sagte, dessen Begrenzungen auf 25 Beschäftigte und 20 genehmigte Projekte pro Jahr zeigten, wie Gesetzgebung den Umfang eines Experiments vorbestimmen könne, bevor der Markt Gelegenheit gehabt habe, dessen Potenzial zu demonstrieren.
Bitcoin, Stablecoins und Finanzinfrastruktur
Saylor sagte, ein erheblicher Teil der Möglichkeiten zur Entwicklung digitaler Vermögenswerte bestehe bereits innerhalb des geltenden Rechtsrahmens. Eine ausgeweitete Verwahrung durch Banken und Bitcoin-besicherte Kredite könnten den Zugang zu Bitcoin verbreitern und die Liquidität vertiefen, sagte er.
Er sagte außerdem, STRC, das regulierte Finanzinstrument von Strategy, könne weitere Möglichkeiten für Vertrieb, Tokenisierung und die Nutzung als Sicherheit erhalten. Neue Handelsplätze, längere Handelszeiten und einfachere Aktienübertragungen könnten den Zugang zu MSTR erweitern, fügte er hinzu.
Saylor nannte Coinbase als Beispiel für eine regulierte Plattform, die Kryptowährungen, Wertpapiere, Verwahrung, Zahlungen und Finanzierung integrieren könne. Die weitere Entwicklung von USDC und anderer Infrastruktur für digitale Dollar könne schnellere Abwicklung, programmierbare Zahlungen und die Nutzung von Stablecoins im globalen Handel unterstützen, sagte er.
Er verwies auch auf jüngste regulatorische Maßnahmen. Am 17. September gewährte die SEC bedingte Erleichterungen für den Onchain-Handel mit bestimmten tokenisierten Aktien, während CFTC-Vorsitzender Michael Selig erklärte, er sei bereit, bestehende Befugnisse zu nutzen, um regulierten Kryptowährungshandel und Onchain-Finanzierung voranzubringen.
Saylor sagte, die Branche solle die Jahre 2027 und 2028 nutzen, um nützliche Produkte zu skalieren, vorübergehende regulatorische Erleichterungen in langfristige Regeln zu überführen und zielgerichtete Gesetzgebung anzustreben.
„Der beste Schutz für digitale Innovation ist eine Öffentlichkeit, die von ihr profitiert“, sagte er.
Gesetzentwurf bleibt auf der Agenda
Der CLARITY Act scheiterte in einer Verfahrensabstimmung mit 49 zu 50 Stimmen, doch der Gesetzentwurf ist nicht von der legislativen Agenda verschwunden. Analysten von JPMorgan erklärten, seine Aussichten in diesem Jahr seien äußerst begrenzt, und die Aufmerksamkeit des Marktes könnte sich auf die SEC und die CFTC verlagern.
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren erklärte, sie sei bereit, an einem neuen Kryptowährungsgesetz mitzuarbeiten. Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, bezeichnete das Scheitern des CLARITY Act als „eine Bodenwelle“ und nicht als Hindernis für den Markt.
Quelle: HODL Press
