- Ethereum wechselt vom Poseidon-Hash zur SHA- und BLAKE-Algorithmen.
- Die Entscheidung verbessert die post-quanten Sicherheitsmaßnahmen der Blockchain.
- Forschung hebt SHA2 und BLAKE2s als effiziente Alternativen für Zero-Knowledge-Beweise (SNARKs) hervor.
- Der Schritt ist Teil von Ethereums Strategie zur Zukunftssicherung gegen Quantenbedrohungen.
Ethereum Ändert Kryptografiestrategie Nach Jahren der Poseidon-Hash-Forschung
In einem bedeutenden Wandel der Blockchain-Kryptografie wechselt Ethereum vom Poseidon-Hash zu traditionelleren Algorithmen wie SHA und BLAKE. Dieser strategische Schritt ist ein wesentlicher Schritt, um Ethereum gegen potenzielle post-quanten Bedrohungen zu stärken und die Resilienz und Sicherheit des Netzwerks zu gewährleisten.
Von Poseidon zu Bewährten Algorithmen
Die Ethereum Foundation hat kürzlich ihre Entscheidung angekündigt, die Poseidon-Hash-Funktion zugunsten der SHA- oder BLAKE-Algorithmen für ihre Layer-1-Architektur aufzugeben. Diese Änderung erfolgt nach acht Jahren intensiver Forschung in der Kryptografie und markiert einen entscheidenden Moment in der Vorbereitung von Ethereum auf das post-quanten Zeitalter. Laut Justin Drake, einem Forscher bei der Ethereum Foundation, können traditionelle Algorithmen wie SHA2 und BLAKE2s vergleichbare Effizienz in Zero-Knowledge-Beweisen (SNARKs) durch die Nutzung binärer Felder erreichen.
Ein Rückblick auf die Rolle von Poseidon
Ursprünglich wurde Poseidon als ein Schlüsselakteur unter den SNARK-kompatiblen Hashes angesehen—Algorithmen, die für den Einsatz in Zero-Knowledge-Beweissystemen optimiert sind. Neuere Studien zeigen jedoch, dass traditionelle Hash-Funktionen in diesen Systemen effektiv arbeiten können, ohne spezifische Optimierungen zu benötigen. Durch die Nutzung binärer Felder, die direkt mit bitweisen Operationen arbeiten, können traditionelle Hashes wie SHA und BLAKE ihre Effizienz in Beweissystemen steigern.
Post-Quanten Sicherheit Annehmen
Der Übergang von Ethereum ist Teil einer breiteren Initiative, um seine Verteidigungen gegen zukünftige Bedrohungen durch Quantencomputer zu stärken. Aktuelle Signaturmechanismen wie ECDSA für Benutzerkonten und BLS für Validatoren sind potenziell anfällig für Quantenangriffe. Daher konzentrieren sich Entwickler darauf, auf quantenresistente Schemata umzusteigen.
Im Juni 2026 haben Forscher der Ethereum Foundation Entwürfe für ein post-quanten öffentliches Schlüsselsystem speziell für Validatoren untersucht. Sie betonten, dass der Übergang von BLS zu post-quanten Signaturen schrittweise erfolgen würde. Der neue Ansatz zielt darauf ab, die Bereitstellung der post-quanten Architektur zu beschleunigen, mit Plänen zur Einführung von Produktionsversionen bis 2027 und weiteren Konsens-Änderungen bis 2028.
Ausgerichtet an Vitalik Buterins Vision
Dieser Wechsel weg von Poseidon steht im Einklang mit Vitalik Buterins Vision, die grundlegende Ebene von Ethereum zu vereinfachen und zu verbessern. Er hat dafür plädiert, die EVM im Laufe der Zeit durch RISC-V zu ersetzen, um die Operationen besser für Zero-Knowledge-Beweise geeignet zu machen.
Diese Transformation bedeutet nicht nur technologischen Fortschritt, sondern auch strategische Voraussicht bei der Sicherung der Blockchain-Technologie gegen sich entwickelnde Rechenfähigkeiten. Durch die Annahme dieser Änderungen positioniert sich Ethereum an der Spitze der sicheren Blockchain-Innovation.
