Blur wird sein blur.io-Frontend am 12. November 2026 abschalten, während das Marketplace-Protokoll on-chain weiter betrieben wird. Nutzer müssen bis zu diesem Termin aktive über Blend aufgenommene Kredite schließen, andernfalls droht ein möglicher Zahlungsausfall.
BLUR fiel nach der Ankündigung von 0,018 US-Dollar auf 0,012 US-Dollar.
Der NFT-Marktplatz Blur teilte in einer Ankündigung vom 12. Oktober mit, dass er sein blur.io-Frontend am 12. November 2026 offline nehmen wird, während das Marketplace-Protokoll on-chain weiterläuft. Durch die Schließung entfällt das zentrale Portal zum Verbinden von Wallets, zum Handel mit NFTs und zur Aufnahme von Blend-Krediten. Blur forderte Kreditnehmer auf, aktive Kredite bis zum Stichtag zu schließen, um einen möglichen Zahlungsausfall zu vermeiden.
Marketplace-Contracts bleiben funktionsfähig
Blur erklärte, dass die Einstellung ausschließlich das Frontend betrifft. Die Smart Contracts des Projekts werden im Ethereum-Netzwerk weiter funktionieren, während der BLUR-Token weiterhin den Fee Switch des Protokolls steuern wird.
Das Team startete Blend im Mai 2023 mit Unterstützung von Paradigm. Das Protokoll ermöglichte Nutzern, durch NFTs besicherte Kredite aufzunehmen.
Blur nannte keinen Grund für die Entscheidung, die Weboberfläche zu schließen. Der Ausgangsartikel erklärte, die Entscheidung stehe wahrscheinlich mit einem breiteren Rückgang der Aktivität im NFT-Sektor in Verbindung, und verwies dabei auf die Abschaltung der Layer-2-Netzwerke Blast und Abstract. Blur-Gründer Pacman schuf Blast, während das Team hinter dem NFT-Projekt Pudgy Penguins Abstract startete.
BLUR-Preis und Handelsvolumen fallen
BLUR fiel nach der Ankündigung laut dem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung genannten Preis von 0,018 US-Dollar auf 0,012 US-Dollar. Ein Stundenchart für BLUR/USDT war über TradingView für den Binance-Markt verfügbar.
Auch Blurs NFT-Handelsvolumen ist laut Token Terminal stark gesunken. Das monatliche Volumen erreichte im März 2023 einen Höchststand von 1,42 Milliarden US-Dollar, lag im September 2026 jedoch bei 19,15 Millionen US-Dollar.
Viele Online-Kommentatoren reagierten positiv auf die geplante Abschaltung des Frontends. Blur wurde wegen seines optionalen Lizenzgebührensystems für Kreative, Handelsanreizen und der Unterbietung von Gebühren kritisiert – Praktiken, über die zuvor in der Presse berichtet worden war.
Quelle: HODL Press
