US-Justizministerium prüft mögliche Binance-Verstöße gegen 4,3-Milliarden-Dollar-Vergleich

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Das US-Justizministerium überprüft, ob Binance seine Verpflichtungen aus dem Vergleich über 4,3 Milliarden US-Dollar mit den US-Behörden im Jahr 2023 erfüllt hat.

Die Überprüfung erfolgt vor dem Hintergrund einer Untersuchung, ob Binance möglicherweise wissentlich Transaktionen zugelassen hat, die gegen US-Sanktionen gegen den Iran verstießen. Sollte das DOJ feststellen, dass Binance gegen den Vergleich verstoßen hat, könnte die Börse laut Bloomberg erneut strafrechtlich verfolgt werden und mit Strafen in Milliardenhöhe rechnen.

Das US-Justizministerium überprüft laut einem Bericht von Bloomberg unter Berufung auf Tyson Duva, den Leiter der Strafrechtsabteilung des Ministeriums, ob die Kryptobörse Binance die Bedingungen ihres Vergleichs über 4,3 Milliarden US-Dollar mit den US-Behörden im Jahr 2023 eingehalten hat. Die Überprüfung könnte Binance neuen Anklagen und Strafen in Milliardenhöhe aussetzen, falls das DOJ zu dem Schluss kommt, dass die Börse ihre Verpflichtungen verletzt hat.

Duva bestätigte die Beteiligung des DOJ, nannte jedoch keine Einzelheiten und erklärte nicht, dass Binance gegen den Vergleich verstoßen habe. Bis zur Veröffentlichung hatten die Behörden keine neuen Anklagen gegen das Unternehmen oder dessen Mitarbeiter erhoben.

Mögliche Sanktionsverstöße im Zusammenhang mit Iran

US-Bundesstaatsanwälte prüfen, ob Binance möglicherweise wissentlich Transaktionen zugelassen hat, die gegen US-Sanktionen gegen den Iran verstießen.

Im September 2026 beantragten US-Staatsanwälte die Einziehung von Kryptovermögenswerten im Wert von rund 61 Millionen US-Dollar. Ermittler behaupteten, die Gelder stammten aus illegalem Handel mit iranischem Öl und seien über Binance-Konten bewegt worden.

Eine gesonderte Untersuchung des Wall Street Journal identifizierte ein Netzwerk von Konten, das mit dem iranischen Finanzier Babak Zanjani verbunden war. Dem Bericht zufolge wickelten die verknüpften Konten Transaktionen im Gesamtwert von rund 850 Millionen US-Dollar ab, von denen einige möglicherweise mit dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden verbunden waren.

Mögliche Folgen für Binance

Im Rahmen der Vereinbarung von 2023 verpflichtete sich Binance, die von US-Behörden auferlegten Anforderungen zu erfüllen, einschließlich der Offenlegung von Informationen über mögliche Verstöße gegen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche und gegen Sanktionen.

Die Feststellung, dass Binance gegen diese Verpflichtungen verstoßen hat, könnte Anlass geben, die strafrechtliche Verfolgung wegen von dem Vergleich erfassten Verhaltens wieder aufzunehmen. Bloomberg berichtete, dass der Börse neue Strafen in Milliardenhöhe drohen könnten, obwohl der Ausgang der Überprüfung ungewiss bleibt.

Duva äußerte sich zudem positiv über die Zusammenarbeit zwischen Kryptowährungsunternehmen und Strafverfolgungsbehörden. Er betonte das Interesse des DOJ an freiwilligen Offenlegungen und der Beilegung von Streitigkeiten ohne langwierige Gerichtsverfahren.

Der Vergleich von 2023 und die Compliance-Aufsicht

Im November 2023 bekannten sich Binance und sein Gründer Changpeng Zhao, bekannt als CZ, in Anklagepunkten der US-Behörden schuldig. Die Börse erklärte sich zur Zahlung von rund 4,3 Milliarden US-Dollar bereit, während Zhao als Chief Executive zurücktrat und später eine viermonatige Haftstrafe verbüßte.

Ein Gericht genehmigte die Vereinbarung im Februar 2024. Ihre Bedingungen verpflichteten Binance, seine internen Verfahren zu stärken und sich einer unabhängigen Compliance-Aufsicht zu unterwerfen. Das DOJ beauftragte Forensic Risk Alliance mit einer dreijährigen Überwachung von Binance, während das Financial Crimes Enforcement Network eine separate fünfjährige Aufsicht verhängte.

Im September 2025 berichtete Bloomberg, dass Binance und das DOJ über ein vorzeitiges Ende der dreijährigen Überwachung verhandelten. Eine Änderung der DOJ-Vereinbarung würde die separate Aufsicht von FinCEN nicht automatisch beenden, und in den Berichten wurde keine bestätigte endgültige Entscheidung genannt.

Berichte über eine neue Untersuchung im September 2026 führten zu erneuter Prüfung von Binances Einhaltung der Sanktionen gegen den Iran. Die Überprüfung des DOJ umfasst nun auch die Frage, ob das Unternehmen seine Verpflichtungen aus dem Vergleich von 2023 erfüllt hat.

Quelle: HODL Press

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Laut Bloomberg prüft das US-Justizministerium, ob Binance den Vergleich über 4,3 Milliarden US-Dollar von 2023 eingehalten und möglicherweise gegen Iran-Sanktionen verstoßende Transaktionen zugelassen hat.

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